Tier-Horror

  • The Black Demon (MX/DO 2023)

    „This is mother nature holding us accountable.“ – Chato Viele ehemals gestandene Hollywood-Schauspieler stranden irgendwann im Tier-Horror-Segment. In „The Black Demon“ ist es an Josh Lucas („Poseidon“), sich eines Killer-Hais zu erwehren, der obendrein von einer übernatürlichen Aura umgeben ist. Denn der schwarze Megalodon, so wollen es die Einheimischen einer Küstenregion an der mexikanischen Baha…

  • Rippy – Das Killerkänguru (AUS 2024)

    Das neue Jahrtausend ist erfüllt von schrottigen Tier-Horror-Streifen. Allerdings kam darin bislang noch kein untotes Känguru vor. Dessen kompromissloses Walten wird gleich in der Auftaktsequenz von „Rippy“ veranschaulicht. Zumindest im Ergebnis, wenn ein blutig zerrupfter Camper in seinem Zelt gezeigt wird. Doch schon die folgende Off-Einleitung von Titelheldin und Provinz-Polizistin Maddy (Tess Haubrich, „Alien: Covenant“)…

  • Mutant River (GB 2018)

    Der Backwood-Horror ist überall zuhause. Auch im beschaulichen englischen Hinterland, wo im rund 140 Kilometer langen Kennet-und-Avon-Kanal das fischige Grauen lauert. Bereits die Einleitung von „Mutant River“ (Originaltitel: „The Barge People“) kündet über Schwarz-Weiß-Fotos von Vermissten und Toten. Dass es Regisseur, Produzent und Cutter Charlie Steeds („Death Ranch“) mit dem urigen B-Film hält, lässt sich…

  • Rogue Hunter (GB/ZA/USA 2020)

    „If I fucking die because I’m doing the right thing, I’m gonna be so pissed!“ – Sam Im Zuge von „Transformers“ (2007) wurde Megan Fox kurzzeitig als neues Hollywood-Starlet gefeiert. Ihre rebellische Aura genügte in der Folge für Streifen wie „Jennifer’s Body“ (2009). Der große Durchbruch blieb jedoch aus. Also wurden die Filme kleiner. Was…

  • Itsy Bitsy (USA 2019)

    „Curiosity killed the Cat. Can be Deadly to people, too.“ – Walter Die Plünderung des kulturellen Nachlasses indigener Volksgruppen ist ein Verbrechen, das vor dem Hintergrund der Kolonialzeit oft ungesühnt blieb. In Micah Gallos „Itsy Bitsy“ dient dieser Kontext als Auslöser, wenn ein mysteriöses schwarzes Ei Anstoß für handgemachten Spinnen-Terror bietet. Denn Indios haben die Brut…

  • Crawl (USA/CAN/SER 2019)

    „We are gonna beat these pea-brained lizard shits!“ – Zuversicht im Überlebenskampf: Dave Der Tier-Horror funktioniert immer dann am besten, wenn der ihn umgebende Handlungsspielraum verknappt wird. Ein gutes Beispiel bietet „Crawl“, ein inhaltlich im besten Sinne simpel gehaltener Survival-Thriller, bei dem die Beteiligten hinter der Kamera fast mehr Erwartung schüren, als der Film letztlich…

  • Year of the Shark (F 2022)

    Es ist wie immer: Ein Hai terrorisiert ein Küstenstädtchen und während die Menschen vorrangig finanzielle Konsequenzen ob des versiegenden Touristikstroms fürchten, muss die lokale Polizeipräsenz zur Rettung schreiten. Doch halt, abseits des altbekannten Grundgerüsts ist wenig wie immer. Denn mit „Year of the Shark“ folgen die für Regie und Drehbuch verantwortlichen Brüder Ludovic und Zoran…

  • Cocaine Bear (USA 2023)

    „What the fuck is wrong with that bear?“ Kino trifft Realität. Oder besser: Kino interpretiert Realität. Ein Streifen, der dies Credo perfekt reflektiert, ist „Cocaine Bear“. Dessen Berufung auf wahre Begebenheiten beginnt und endet mit einer üppigen Ladung Kokain, die 1985 aus einem Flugzeug im Grenzgebiet von Kentucky und Tennessee abgeworfen wurde. Der Schmuggler selbst…

  • Claws (USA 1977)

    „You filthy murdering devil! Where are you? I’m going to kill you! You bloody murdering bastard!“ – Jason Die Zuschauerschaft von Tier-Horrorfilmen ist ob der oft mäßigen Inhaltsqualität gewohnt, einen Bären aufgebunden zu bekommen. Im Falle von „Claws“, in dem ein pelziger Killer in Alaska sein Unwesen treibt, ist das einmal mehr buchstäblich aufzufassen. Als…

  • Shark – Stunde der Entscheidung (I/MEX/E 1988)

    Selbst in Italiens Filmindustrie stand der Tier-Horror niedrig im Kurs, als in den ausgehenden 80ern „Shark – Stunde der Entscheidung“ entstand. Denn der krause Genre-Mix, bei dem die Gefahr durch einen Hai mit Elementen von (B-)Action und Thriller flankiert wird, zeigt Treat Williams („Octalus – Deep Rising“) vorrangig im Zwist mit fiesen Gangstern, die einen…

  • Shark Kill (USA 1976)

    Ein Film, ein Kuriosum: Die rare TV-Produktion „Shark Kill“ wäre vermutlich vollends in Vergessenheit geraten, wäre sie nicht die erste gewesen, die nach dem Welterfolg von „Der weiße Hai“ (1975) auf den Epigonenzug aufsprang. Nur ist in William A. Grahams (für „Rückkehr zur Blauen Lagune“ mit zwei Nominierungen der Goldenen Himbeere bedacht) Film eben alles deutlich kleiner…

  • Open Water: Cage Dive (AUS 2017)

    Erfolge schaffen Nachahmer. Diese für Filmfortsetzungen gültige Standardfloskel greift auch beim Überraschungserfolg „Open Water“ (2003). Der bekam 2006 das erste alleinstehende Sequel spendiert, ignorierte dabei aber die Gefahr durch Haie. Dieser, nennen wir es Malus, wird vom dritten Teil, „Cage Dive“, gleich doppelt egalisiert. Denn mehr noch als im Original markieren die Knorpelfische in Gerald…

  • Primal – Die Jagd ist eröffnet (USA 2019)

    „Take it easy with my cat.“ – Frank Walsh Unterhaltsamer Unfug. Auf diese Kategorie entfallen mittlerweile diverse Werke im Schaffen des einstigen Erfolgsgaranten Nicolas Cage („Con Air“). Dazu zählt auch „Primal“, den Stunt-Profi Nicholas Powell, mit dem er zuvor bereits „Outcast – Die letzten Tempelritter“ (2014) drehte, als leicht verdaulichen Mix aus B-Action und animalischem…

  • The Wasp Woman – Die Wespenfrau (USA 1959)

    „Something’s happening to me. I can’t control it.” – Janice Starlin Der Traum von ewiger Jugend wurzelt in der Eitelkeit des Menschen. Ziel ist es, die eigene Vergänglichkeit aufzuhalten. Im phantastischen Film dient diese Maßgabe gern als Stichwortgeber. Ein populäres Beispiel ist Roger Cormans „The Wasp Woman“ – oder zu Deutsch: „Die Wespenfrau“. Der Erfolg…

  • Forbidden Beauty – Das Experiment (USA 1995)

    Roger Corman ist ein Phänomen. In seiner mehr als 60 Jahre umspannenden Karriere hat er mehr als 400 Kino- und TV-Produktionen geschaffen. Zumeist als Produzent. Das Markenzeichen des heute 95-jährigen sind Budgets, die in ihrer Überschaubarkeit kaum Platz für finanzielle Einbußen gewähren. Über die Qualität der von ihm (mit-)verantworteten Werke sagt das eine Menge aus….

  • Prey – Beutejagd (NL 2016)

    In den 1980ern etablierte Dick Maas den niederländischen Genrefilm praktisch im Alleingang. Internationales Aufsehen erregte er bereits mit seinem Kino-Einstand „Fahrstuhl des Grauens“ (1983), dem u. a. die derbe Sozial-Klamotte „Eine Familie zum Knutschen“ (1986) und der bis heute geachtete Grachten-Giallo „Verfluchtes Amsterdam“ (1988) folgten. Mit „Prey – Beutejagd“, seinem ersten Werk seit „Quiz“ (2012),…