Independent

  • Road to Hell (USA 2008)

    „A very different time…A very different place…Still a Rock n‘ Roll fable.“ – Die Einblendung nach dem Prolog Walter Hills Rock’n’Roll-Märchen „Straßen in Flammen“ (1984) ist ein in Neonlicht getauchter Action-Klassiker, der seiner Zeit voraus war. Regisseur und Co-Autor Hill hatte den Stoff eigentlich als Trilogie angedacht. Doch daraus wurde nach dem kommerziellen Misserfolg des…

  • The Last Kumite (D/USA/BG 2024)

     Früher war alles besser!? Noch vor der Jahrtausendwende endete die Ära regelmäßig in die Videotheken gespülter Karate-Actioner. In Asien waren Martial-Arts-Filme seit den 1960ern Teil des filmwirtschaftlichen Selbstverständnisses und durch den legendären Bruce Lee wurde die Begeisterung auch im Westen entfacht. Den Trend trat jedoch erst „No Retreat, No Surrender“ (1985) los, mit dem Hauptdarsteller…

  • Good Boy (N 2022)

    Der Hund gilt gemeinhin als des Menschen bester Freund. Auf seinen treuen Vierbeiner kann sich auch der zurückhaltende Christian (Gard Løkke, „Troll“) verlassen. Mit dem gravierenden Unterschied, dass sich hinter Schoßtier Frank (Nicolai Narvesen Lied, „Theodor“) ein Mann in Hundekostüm verbirgt. „Pupplay“ nennt sich das bizarre Sozialphänomen, dass Autor und Regisseur Viljar Bøe („Til Freddy“)…

  • Dark Windows – Fenster zur Finsternis (N/USA 2023)

    Eine Gesetzmäßigkeit des Horrors lautet: Im ländlichen Idyll lauert das Grauen. In „Dark Windows“ dient der räumliche Rückzug der Bewältigung eines Unglücks: Tilly (Anna Bullard, „Fremde Tochter“), Monica (Annie Hamilton, „The Wolf of Snow Hollow“) und Peter (Rory Alexander, „Pistol“) haben einen Autounfall überlebt, bei dem ihre Freundin Ali (Grace Binford Sheene, „The Nevers“) zu…

  • Glorious (USA 2022)

    „The universe has a favor to ask.“ – Ghat Es gibt sie noch, die Filme, die Rätsel aufgeben. Warum nur sollte jemand ein solches Werk produzieren? Und wer ist eigentlich die Zielgruppe? „Swiss Army Man“ (2016) ist ein Beispiel für derlei kreative Eigenheit. Ein anderes ist „Glorious“. Was Regisseurin Rebekah McKendry („All the Creatures Were…

  • The Gunfighters – Blunt Force Trauma (CO 2015)

    Über Jahrhunderte hinweg war das Duell ein festen Regeln unterworfenes Mittel, um nicht allein in erlauchten Kreisen ehrbezogene Streitigkeiten auszutragen. In der Neuzeit sind die potentiell tödlichen Zweikämpfe verboten. Mit „Blunt Force Trauma“ – hierzulande mit dem Vorrang „The Gunfighters“ versehen – etabliert Autor und Regisseur Ken Sanzel („Kill Chain“) eine Subkultur im kolumbianischen Hinterland,…

  • A Score to Settle (USA/CAN 2019)

    „Scores have to be settled.“ – Frank Oscar-Preisträger Nicolas Cage bleibt ein Enigma. Dass er noch immer zu schauspielerischen Glanzleistungen fähig ist, zeigen etwa der Revenge-Horror „Mandy“ (2018) oder die Komödie „Massive Talent“ (2022), in der sich der Fließband-Akteur gleich selbst mimte. Das Gros der Werke mit seiner Beteiligung bleibt trotzdem belanglose B-Kost, in der…

  • Terrifier 2 (USA 2022)

    „Look, I get it dude, the whole creepy silent mime gimmick. I mean, it’s really effective and the blood is a nice touch also.“ – Ellie Dass Killer-Clown Art nicht von dieser Welt ist, wurde spätestens am Ende von „Terrifier“ (2016) offenbar: Nachdem er sich selbst eine Kugel durch den Hinterkopf gejagt hatte, erwachte er…

  • Combat Shock (USA 1984)

    „I’m a hero. God help me!“ – Frankie Von TROMA-Produktionen ist gemeinhin übermütiger Trash zu erwarten. Eben solcher, wie er in Klassikern des Kalibers „The Toxic Avenger“ (1984) oder „Class of Nuke ‚Em High“ (1986) offenbar wird. Dass die Firmeneigner Lloyd Kaufman und Michael Herz auch anders können, belegt „Combat Shock“, eine nihilistische Grindhouse-Tragödie, die…

  • Deadbeat at Dawn (USA 1988)

    „If you ever do that again, I’m gonna pull your eyeballs out of your head and eat ‚em!“ – Danny Mehr Independent geht nicht: grieselige Bilder, triste Großstadtkulissen, semi-professionelles Schauspiel – und obendrauf ein Plot, der von Gewalteinlagen mit gesteigertem Sleaze-Faktor flankiert wird. Der Name Jim Van Bebber (Alternativschreibweise: VanBebber) steht seit seinem Debüt „Deadbeat…

  • Street Trash (USA 1987)

    „I don’t need this. I already got trouble with my kids, my wife, my business, my secretary, the bums, the runaways, the roaches, prickly heat, and a homo dog. This just ain’t my day.“ – Frank Ein Film, der seinem Titel alle Ehre macht: „Street Trash“. Denn das Langfilm-Debüt des damals 21-jährigen James Michael Muro…

  • Mandy (USA 2018)

    „It’s all but a beautiful dream. A dream he is having right now. Won’t you join us in that dream?“ – Sister Lucy (Line Pillet) Filme mit eigenem Profil sind in der Vita von Nicolas Cage („Wild at Heart“) selten geworden. Da kann sich der abgestürzte Oscar-Preisträger noch so sehr mit dem nächsten „wildesten Streifen…

  • Murder-Set-Pieces (USA 2004)

    „Sag mir, was du fühlst!“ – der Fotograf Auch wenn es die hartgesottene Splatter-Fraktion anders sehen mag: Horrorfilme müssen nicht alles zeigen. Die größte Wirkung erzeugt meist die Suggestion, das imaginierte Grauen im Kopf der betrachtenden Person. Der Genre-Trend des neuen Jahrtausends weist jedoch in eine Richtung, die im Sinne der Überbietungslogik grafischer Gewalt Grenzen…

  • The Bunny Game (USA 2010)

    Der Unterschied zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung ist bisweilen gewaltig. Ein exemplarisches Beispiel findet sich im experimentellen Horror-Schocker „The Bunny Game“, den Adam Rehmeier („Dinner in America“) anno 2010 mit überschaubaren Mitteln und noch überschaubarerem Konzept drehte. Der Film entstand ohne Drehbuch, auf Basis einer Story-Skizze, die Rehmeier mit Hauptdarstellerin und Co-Produzentin Rodleen Getric ersann. Dabei…