Michael Madsen

  • Megalodon (USA 2018)

    Wo ein „Meg“, da ein „Megalodon“. Oder: Wo ein Blockbuster, da ein Billig-Abklatsch aus dem Hause The Asylum. Für die in Kooperation mit Syfy gefertigte Sparversion des „Mensch vs. Riesen-Hai“-Themas (Story: Thunder Levin, „Sharknado“) konnte immerhin der zwischen Tarantino-Kult und B-Trash zerrissene Michael Madsen („The Hateful 8“) gewonnen werden. Doch zementiert gerade dessen akut lustloser Auftritt…

  • The Hateful 8 (USA 2015)

    „You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang.“ – Ein echter Hänger: John Ruth Der Western lässt Quentin Tarantino nicht los. Nach dem zweifach Oscar-prämierten „Django Unchained“ taucht er mit „The Hateful 8“ (alternativ „The Hateful Eight“ oder „The H8ful Eight“) erneut in die Zeit von Outlaws und Revolvermännern…

  • Piranhaconda (USA 2012)

    B-Papst Roger Corman („Attack of the Crab Monsters“) scheint nur noch eine Formel zu kennen. Bei der laufen physisch üppig bestückte und meist leicht beschürzte Darstellerinnen durch exotisches Inseldickicht und werden von CGI-Monstrositäten weggeputzt. Das war in „Supergator“ so und ist auch bei „Piranhaconda“ nicht anders. Der Unterschied ist eben die Kreatur, hier eine mutierte…

  • James Bond 007: Stirb an einem anderen Tag (GB/USA 2002)

    „You see Mr. Bond, you can’t kill my dreams. But my dreams can kill you!“ – Ein wahrer Träumer: Graves Zu Beginn seines vierten und zugleich letzten Auftritts als Meisterspion James Bond vergeht sogar dem unkaputtbar scheinenden Pierce Brosnan das Lachen. Nachdem er in Nordkorea den Sohn von Militärführer Moon (Kenneth Tsang, „The Killer“) unschädlich…

  • Wyatt Earp – Das Leben einer Legende (USA 1994)

    Mit dem Mythos vom aufrechten Helden wollten Regisseur Lawrence Kasdan und Produzent/Hauptdarsteller Kevin Costner aufräumen, als sie im Zuge des kurzlebigen Western-Revivals Mitte der Neunziger die Geschichte des berühmten Wyatt Earp verfilmten. Der erst 1929 verstorbene Revolverheld, dessen bewegtes Leben bereits Dutzenden Filmen als Inspirationsquell diente, wurde oft zum aufrechten Gesetzeshüter verklärt. Wenn Costners Earp…

  • Species II (USA 1998)

    Trotz seines offenen Endes hätte der mäßige Sci-Fi-Thriller „Species“ keiner Fortsetzung bedurft. Aber die Kasse stimmte und so zückte man bei MGM drei Jahre nach dem Original neuerlich das Scheckheft und brachte ein denkwürdig missratenes Sequel auf den Weg, das jeder Trash-Party als Bereicherung dienen sollte. Als Regisseur wurde der Ungar Peter Medak verpflichtet, der…

  • Species (USA 1995)

    Sil ist das Resultat eines außergewöhnlichen Experiments: Als eine von SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) ins All gesandte Botschaft an außerirdische Lebensformen tatsächlich Antwort erhält, beinhaltet diese einen genetischen Code, den Wissenschaftler Fitch (Ben Kingsley, „Schindlers Liste“) mit der DNA des Menschen kombiniert. Aus der fixen Idee wird das ungewöhnlich schnell wachsende Mädchen Sil geboren,…

  • Blueberry und der Fluch der Dämonen (F/MEX/USA 2004)

    „Animals are beasts, but men are monsters.“ – Wally, außen Killer, innen Philosoph Jean Giraud, bekannter unter seinen Pseudonymen Gir und Moebius, ist einer der bedeutendsten Künstler der franko-belgischen Comicschule. Sein Blueberry, der bald schon seit 50 Jahren Generationen von Lesern begeistert, darf ruhigen Gewissens als einer der besten Arbeiten auf dem Gebiet des Western-Comics…

  • Thelma & Louise (USA 1991)

    Mit starken Frauen hatte Ridley Scott bereits Erfahrungen gemacht, bevor er der toughen weiblichen Seite 1991 den Klassiker „Thelma & Louise“ bescherte. Mit Sigourney Weavers Figur im Meilenstein „Alien“ hatte der Brite 1979 den Prototyp der modernen Heroine geschaffen. Doch die Odyssee zweier Hausfrauen stellte alles in den Schatten, was emanzipatorisch zuvor über die Leinwände…

  • Croc (USA 2007)

    Wenn sich gestandene Mimen unter Wert verkaufen. Von Michael Madsen ist man kaum anderes gewohnt als die Alterssicherung durch Mitwirkung in minderwertigem Scheißdreck. Gastrollen in namhaften Produktionen, solchen wie „Sin City“ oder „Kill Bill“, sind die Ausnahme. Die Regel hingegen ist der Dauereinsatz im Dienste des Trash, in billigen Thrillern („Sacrifice – Der Sweetwater Killer“),…

  • Tooth & Nail (USA 2007)

    Apokalypse mal anders – ohne Atomkrieg, Naturkatastrophe oder Killervirus. In Mark Youngs „Tooth & Nail“ ist der Menschheit das Erdöl ausgegangen und hat die Zivilisationen rund um den Globus kollabieren lassen. Binnen weniger Jahre sind weite Teile der Menschheit verhungert oder dem unerbittlichen Kampf um die verbliebenen Ressourcen zum Opfer gefallen. Im Nirgendwo einer amerikanischen…

  • Boarding Gate – Ein schmutziges Spiel (F 2007)

    Als Schauspielerin schätzt Asia Argento menschliche Niederungen. Die Tochter des italienischen Horror-Regisseurs Dario Argento („Suspiria“) verfügt über die Gabe, sich gerade in schwierigen Rollen gänzlich fallen zu lassen. Ähnlich dem von ihr selbst inszenierten „The Heart is Deceitful Above All Things“ rechtfertigt auch bei „Boarding Gate“ allein ihre Performance das Ansehen. Das von Autorenfilmer Olivier…

  • BloodRayne (USA/D 2005)

    Uwe Boll („Alone in the Dark“) ist der Prügelknabe des Fantasy-Genres. Seine Spezialität sind Verfilmungen populärer Videospiele, sein Markenzeichen einhellig vernichtende Resonanzen. Aber kneift er deshalb den Schwanz ein wie ein geprügelter Hund? Mitnichten. Boll folgt dem mit „House of the Dead“ eingeschlagenen Pfad mit unbeirrbarer Zielstrebigkeit. Das verdient Respekt. Im Gegensatz zu seinen Filmen….

  • Hoboken Hollow (USA 2005)

    Gern rühmen sich Horrorfilme mit der Basis realer Ereignisse. Die Behaftung barbarischer Gräueltaten im Schatten der alltäglichen Wirklichkeit schockiert. Der Mensch als Bestie übt eine weit erschreckendere Wirkung auf das Unterbewusstsein des Publikums aus, als die offenkundig fantasiegeborene Monstrosität. Glen Stephens „Hoboken Hollow“ basiert auf Tonbandaufnahmen, die in der Vergangenheit auf einer Ranch im Westen…