Piranhaconda (USA 2012)

piranhaconda-coverB-Papst Roger Corman („Attack of the Crab Monsters“) scheint nur noch eine Formel zu kennen. Bei der laufen physisch üppig bestückte und meist leicht beschürzte Darstellerinnen durch exotisches Inseldickicht und werden von CGI-Monstrositäten weggeputzt. Das war in „Supergator“ so und ist auch bei „Piranhaconda“ nicht anders. Der Unterschied ist eben die Kreatur, hier eine mutierte Riesenschlange mit Killerfischzügen. Die ist aber immerhin halbwegs solide am Rechner animiert und zeigt überhaupt deutlich mehr Einsatz als die Schauspielerriege um den an Lustlosigkeit kaum zu überbietenden Michael Madsen.

Der tief gestürzte „Reservoir Dogs“-Star gibt Professor Robert Lovegrove. Nach Jahren der fieberhaften Suche hat der die „Piranhaconda“ auf Hawaii aufgespürt. Während das Biest seine Begleiter vertilgt, stibitzt er der Kreatur ein Ei und macht sich aus dem Staub. Da der Dummheit in diesem von Jim Wynorski („Camel Spiders“) abgespulten Trash-Spektakel aber keine Grenzen gesetzt sind, läuft Lovegrove kurzerhand der Entführerbande um Pike (Michael Swan, „Reich und schön“) in die Arme, die für ihn ein stattliches Lösegeld erpressen will.

Dabei sind die doch eigentlich auf eine Filmcrew aus, die in der Nähe einen unterklassigen Slasher (mit dem Titel „Headchopper 3“) dreht. So geraten bald Produktionsassistentin Rose (Terry Ivens, „All My Children“), Stuntman Jack (Rib Hillis, „Dinocroc vs. Supergator“) und andere krause Gestalten in die Fänge der Kidnapper. Nicht schlecht staunen alle Beteiligten, als die nach ihrem Ei suchende Piranhaconda samt Artgenossen ums Eck gleitet. Daraus resultiert noch mehr billiges Rennen und Sterben, bis auch wirklich der letzte angeheuerte Schmalspurmime vom Bildschirm geputzt ist.

Von Brauchen und Wollen kann bei diesem kalkuliert qualitätslosen, von „Hellraiser II“- und „Ticks“-Regisseur Tony Randel als Cutter begleiteten Streifen keine Rede sein. Der gute Schuss Ironie hilft auf die Sprünge, die manchmal recht drollige, insgesamt aber doch lahme Aneinanderreihung mit Pixelblut angereicherter Fressszenen unterscheidet sich aber kaum vom Gros gleichgestimmter Monsterfilme aus dem Corman’schen Umfeld. Dass gerade er, so auch geschehen bei „Sharktopus“ und „Dinoshark“, dem Trend absurd zusammengestoppelter Viecher zu immer neuem Blütentrieb verhilft, schadet angesichts der schieren Masse mittlerweile auch mehr als es nützt.

Wertung: (3 / 10)

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