Michael Caine

  • The Last Witch Hunter (USA/CAN/CN 2015)

    „I’ve seen people get old, retire, and die. Rarely on the same day.“ – Kaulder Man sollte meinen, ein Film, in dem Vin Diesel („Riddick“) als unsterblicher Scharfrichter Hexen jagt, wäre ein absoluter Stinker. Doch der Schein trügt. Zumindest ein wenig. Denn trotz stoischer Heldenfigur und Jugendfreigabe macht der von Breck Eisner („The Crazies“) gefertigte…

  • Kingsman: The Secret Service (GB/USA 2014)

    „This is not that kind of movie“ – Wider der Vorhersehbarkeit: Valentine James Bond war gestern. Die Zukunft der Geheimagenten gehört den nach Artus-Rittern benannten „Kingsmen“. Zwar dienen auch sie der britischen Krone, wirken in der Rekrutierung potenzieller Top-Spione aber vergleichsweise progressiv. Dafür allerdings muss erst das Prekariat Einzug in den von Oscar-Preisträgern wie Colin…

  • Interstellar (USA/GB 2014)

    „Mankind was born on Earth. It was never meant to die here.“ – Cooper Mit der „Dark Knight“-Trilogie und „Inception“ hat sich Christopher Nolan den Ruf eines anspruchsvollen Blockbuster-Regisseurs erarbeitet. Wobei die Begrifflichkeit des Blockbusters, hält man sündhaft teure Banalitäten des Schlages „Transformers“ dagegen, gar nicht so recht passen will. Schließlich wahrt Nolan bei aller…

  • The Dark Knight Rises (USA/GB 2012)

    In „The Dark Knight Rises“ inszeniert Christopher Nolan Comic-Held Batman buchstäblich als gebrochenen Mann. Seelisch war der dunkle Ritter bereits in den beiden Vorgängerfilmen ein Wrack. Aber im Abschluss von Nolans Trilogie nimmt auch die Versehrtheit des Körpers massiv zu. Seinen Gegnern ist das vigilante Alter Ego von Millionär Bruce Wayne damit nicht länger überlegen….

  • Die Brücke von Arnheim (GB/USA 1977)

    Am Anfang stehen Dokumentaraufnahmen in Wochenschaumanier. Sie werden von einer Frauenstimme im vom Krieg zerrissenen Europa des Jahres 1944 verortet. Im Juni hatten die alliierten Streitkräfte den Sturm auf Hitlers Reich begonnen und mit der erfolgreichen Landung in der Normandie den Grundstein für die Befreiung gelegt. Kaum zwei Monate später waren die Nazis aus Paris…

  • Harry Brown (GB 2009)

    „It’s not Northern Ireland Harry.“ – Alice „No it’s not. Those people were fighting for something, for a cause. To them out there, this is just entertainment.“ – Harry Michael Caine rechnet wieder ab. Bereits 1971, im Klassiker „Get Carter“, nahm er das Gesetz in die eigenen Hände und rächte die Ermordung des Bruders. Fast…

  • Mr. Destiny (USA 1990)

    Larry Burrows (James Belushi, „Red Heat“) glaubt, sein Leben hätte anders verlaufen müssen. Wäre es ihm doch nur gelungen, mit 15 den entscheidenden Schlag bei den Schulmeisterschaften im Baseball zu landen. So aber gewannen die anderen. Zwar lernte Larry an diesem Abend seine zukünftige Frau Ellen kennen. Aber kann das wirklich für die Lasten und…

  • Inception (USA/GB 2010)

    Gegenwärtig versteht sich kaum ein Filmschaffender in Hollywood begeisternder auf die Verschmelzung von Anspruch und Unterhaltung als Christopher Nolan. Bereits mit seinem Durchbruch „Memento“ hebelte er dramaturgische Konventionen rigoros aus. Mit „Batman Begins“, mehr noch dem Nachfolger „The Dark Knight“, kam er zu Blockbuster-Ehren, die Publikum und Kritiker gleichsam in Verzückung versetzten. Gerade weil Nolan…

  • The Dark Knight (USA/GB 2008)

    „I believe whatever doesn’t kill you simply makes you… stranger.” – Joker Ausgerechnet der Joker. Groß sind die Fußspuren, die Tim Burtons „Batman“ hinterließ. Mit einem Jack Nicholson, der den blassen Flattermann Michael Keaton im Handstreich an die Wand spielte. Das war 1989. Fast zwanzig Jahre später wagt sich Christopher Nolan an eine Neuformulierung. Dessen…

  • Jagd auf die Poseidon (USA 1979)

    Fortsetzungen populärer Kinofilme entstehen aus dem Drang heraus, den Erfolg des Vorgängers wiederholen zu wollen. Oft genug geht das in die Hose, doch nur selten derart rauschhaft wie in „Jagd auf die Poseidon“. Der Aufguss zum Katastrophenklassiker „Die Höllenfahrt der Poseidon“ schließt unmittelbar an dessen Ausklang an. Die handvoll überlebender Passagiere wurde aus dem kieloben…

  • Freibeuter des Todes (USA 1980)

    Manch großer Schauspieler hat Filme im Repertoire, die ihn in wenig rühmlichem Licht erstrahlen lassen. Erste Gehversuche sind dabei zu vernachlässigen, denn egal ob Billighorror oder Sexposse, sie waren jung und brauchten das Geld. Auch die Torheiten des Alters sind durch oft chronische Unterbeschäftigung gnädig zu übersehen. Nein, am schwersten wiegen solche Kapriolen, die sich…

  • Auf brennendem Eis (USA 1994)

    Der Berufskeiler als Gutmensch: Steven Seagal („Hard to Kill“) hatte sich die Bewahrung von Mutter Natur schon auf die Fahne geschrieben, als Oscar-Preisträger Al Gore („Eine unbequeme Wahrheit“) noch mit der Rolle des Vizepräsidenten haderte. Die Weltenrettung mit Handschlag, praktiziert im fadenscheinigen, die schneebedeckten Weiten Alaskas zum Austragungsort erklärenden Öko-Actioner „Auf brennendem Eis“, ist zugleich…

  • Zulu (GB 1964)

    Aus dem Off wird ein Brief verlesen. Er handelt von der vernichtenden Niederlage 1.500 britischer Soldaten am Morgen des 22. Januar 1879. Am Fuße des Berges Isandlwana in Südafrika unterlagen sie einer Übermacht von Zulu-Kriegern. Die Stimme, die das Schreiben in korrekt emotionslosem Bürokratenton verliest, – im englischen Original gehört sie Richard Burton – wird…

  • The Prestige – Die Meister der Magie (USA/GB 2006)

    Kino ist Illusion. Manche Regisseure verstehen sich perfekt darauf. Christopher Nolan („Memento“) bewährte sich wiederholt als trickreicher Geschichtenerzähler. Die verschachtelte Narration, der Perspektivenwechsel und sein Gespür für verblüffende Auflösungen machen ihn zu einem virtuosen Hollywood-Illusionisten. Was also läge näher als einen Film über das zaubernde Metier zu fabrizieren? Das elegante an diesem Werk ist der…

  • The Weather Man (USA 2005)

    Gore Verbinski („The Ring“, „Fluch der Karibik“) ist das, was man im Allgemeinen einen Auftragsregisseur nennt. Ohne eigene Handschrift inszeniert er für große Produzenten große Unterhaltungsfilme mit großem Budget. Ob er gerade aufgrund seiner künstlerischen Farblosigkeit als idealer Regisseur des eher bescheiden daherkommenden Familien-Dramas „The Weather Man“ ins Gespräch kam, verbleibt auf rein spekulativer Ebene….

  • Der tödliche Schwarm (USA 1978)

    „Seit 15 Jahren führen wir einen aussichtslosen Kampf gegen Insekten. Aber ich hätte nie gedacht, dass noch zu meinen Lebzeiten die letzte Schlacht beginnt. Und ich hätte nie geglaubt, dass es bei den Bienen beginnt. Sie waren doch immer unsere Freunde.“ – Bradford Crane Afrikanische Killerbienen dezimieren die Besatzung einer US-amerikanischen Raketenbasis. Formiert zu einem…