Val Kilmer

  • Val Kilmer ist tot

    Auf der großen Leinwand war er Superheld, Rockmusiker und Flieger-As – und galt in Hollywood häufig als problematischer Zeitgenosse. Am 1. April ist Val Kilmer an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Er wurde 65 Jahre alt. Nach seinem Spielfilmdebüt in der Komödie „Top Secret!“ (1984) feierte Kilmer seinen Durchbruch im Kassenschlager „Top Gun“ (1986). Diesem…

  • Willow (USA 1988)

    Märchen ziehen immer. Es ist ihr zeitloser Charakter, die eindeutige Moral und das oft übernatürliche Moment, das sie für jede neue Generation gleichsam interessant gestalten. Das trifft auch auf das moderne Kino zu, wo klassische Märchenstoffe unter dem Sammelbegriff Fantasy jedoch mit der Lust am epischen Abenteuer vermengt werden. Die Blaupause der Geschichten erfuhr über…

  • Tombstone (USA 1993)

    Wie sehr die Legende um Wyatt Earp zu ausschweifender Fantasiebeflügelung einlädt, lässt sich am Vergleich zwischen Lawrence Kasdans „Wyatt Earp“ und George P. Cosmatos‘ „Tombstone“ ermessen, die Mitte der Neunziger binnen eines Jahres in die amerikanischen Kinos kamen. Das finanzielle Nachsehen hatte Kasdans dreistündige Biographie, die mit historisch akkurater Detailfülle versuchte, auch den Rissen in…

  • Gun (USA 2010)

    Als Lebensziel gab Curtis Jackson, besser bekannt als 50 Cent, einmal aus, so viel Geld wie möglich verdienen zu wollen. Um dieser hoch gesteckten Ambition gerecht zu werden, verdingte er sich erst als Drogendealer, dann als Rapper, Musikproduzent und zu allem Überfluss letztlich auch als Schauspieler. Sein Credo unterstrich er dabei gleich mit der Quasi-Biographie…

  • MacGruber (USA 2010)

    „MacGruber / Making life-saving inventions out of household materials / MacGruber / Getting in and out of ultra-sticky situations / MacGruber / The guy’s a fucking genius / MacGruber / He made a fucking movie / MacGruber” – Jeder echte Held braucht einen eigenen Themen-Song! MacGyver war gestern. Das bewies Komödiant Will Forte über sein…

  • Bulletproof Gangster (USA 2011)

    „When it comes to pushing, I’m the wrong guy you want pushing back.“ – Ein ewiger Kämpfer: Danny Greene Er galt als der ´Robin Hood von Collinwood´, erlangte neben sozialem Engagement aber vor allem durch den Mafiakrieg in Cleveland unrühmliche Popularität. Danny Greene, Sohn irischer Einwanderer, wuchs als Waise bei den Großeltern auf. Schon in…

  • The Traveller (USA/CDN 2010)

    Das Böse hat viele Gesichter. Eines davon gehört, man hat es geahnt oder auch nicht, Val Kilmer („Spartan“). Im Horror-Thriller „The Traveller“ (im Original mit einem „l“ weniger) bringt er als übernatürlicher Racheengel Tod und Verderben über eine kleinstädtische Polizeistation. Den übrigen Cast darf er mit seiner Darbietung zwar leichter Hand überstrahlen, trotzdem reiht sich…

  • Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen (USA 2009)

    „You think fish have dreams?“ – Auch existenzialistischen Fragen zugeneigt: Terence McDonagh Zwei Szenen sind es, die bei „Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen“ im Gedächtnis bleiben. Die eine, in ihrer betonten Akzentuierung moralischer Degeneration unfreiwillig komisch, zeigt die von Nicolas Cage mit hochtrabendem Hang zum Overacting gespielte Hauptfigur im Altenstift. Um Aufklärung über den…

  • Frozen – Etwas hat überlebt (USA/CAN 2009)

    „What does it mean to make a real difference?“ – David Dass sich der Klimawandel selbst bei radikaler Abkehr von gewohnten Lebens- und Konsumstandards bestenfalls noch abmildern lässt, gilt unter Experten längst als Konsens. Die Vorreiterfunktion der Industriestaaten ist unumstritten. Doch hat sich noch immer kein allgemeines Bewusstsein entwickelt, das dem drohenden Kollaps vernunftorientiert begegnen…

  • Streets of Blood (USA 2009)

    „The Big Easy ain’t so easy anymore.“ – Andy Millennium Films, die Produktionsfirma der verdienten B-Movie-Recken Boaz Davidson, Trevor Short und Avi Lerner („John Rambo“), versucht sich nach dem desaströs gescheiterten „Righteous Kill“ erneut an einem dreckigen Cop-Thriller. Nur gelernt haben sie offenbar nichts. Zwar pumpt das Produzenten-Trio respektable Budgets in seine Projekte und gewinnt…

  • DNA – Experiment des Wahnsinns (USA 1996)

    Die dritte (amerikanische) Verfilmung des hintersinnigen Buchklassikers „Die Insel des Dr. Moreau“ hinterließ die prägendsten Eindrücke durch den katastrophalen Produktionsverlauf. Kaum hatten die Dreharbeiten begonnen, da wurde Regisseur Richard Stanley („Dust Devil“) gefeuert (der Credit als Co-Autor blieb erhalten). Seine Vision entsprach nicht der von Studio und Produzenten. Als Ersatzmann wurde John Frankenheimer („French Connection…

  • Columbus Day – Ein Spiel auf Leben und Tod (USA 2008)

    Ein Feiertag, eine öffentliche Parkanlage und der traurigen Blickes durch selbige schleichende Val Kilmer – der Minimalismus manch eines Filmwerkes neigt zur Verblüffung. Bei „Columbus Day“ jedoch geht diese kaum mit positiven Eindrücken einher. Denn die mit familiärem Drama angereicherte Thriller-Plotte wirkt so elend in die Länge gezogen, dass daneben nicht einmal mehr der krause…

  • Halblbut (USA 1992)

    Indianermythen, spirituelle Tänze und Gesänge. „Halbblut“ beginnt klassisch, verklärt, geheimnisvoll. Kurz darauf hält die harte Realität Einzug, als ein flüchtender Native in der Wildnis von Kugeln zerfetzt wird. Morde wie dieser sind keine Seltenheit im Reservat. Bislang aber scherte sich die Bundespolizei einen Dreck darum. Interne Stammeskonflikte heißt es, angefacht von militanten Traditionalisten, die das…

  • True Romance (USA 1993)

    „Do I look like a beautiful blonde with big tits and an ass that tastes like French vanilla ice cream?” – Clarence Das muss Liebe sein: Clarence (Christian Slater, „Broken Arrow“), verträumter Clerk eines Comicladens, geht wie jedes Jahr an seinem Geburtstag ins Kino. Allein. Seine lustvoll geschwungenen Reden darüber, dass er, natürlich nur wenn…

  • Spartan (USA/D 2004)

    Einen Namen machte sich David Mamet als Theaterautor. Für „Glengarry Glen Ross“ – von James Foley 1992 mit Starbesetzung kongenial auf die Leinwand gebracht – erhielt er den Pulitzerpreis. Wiederholt schrieb er seine Stücke zu Filmvorlagen um. „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ war sein erstes reines Kinoskript. Es folgten weitere begeistert aufgenommene Drehbücher, darunter jene…

  • Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit (USA 2006)

    Einmal mehr haben sich „Arthouse-Produzent“ Jerry Bruckheimer und „Autorenfilmer“ Tony Scott zusammen gefunden, um an die klassische Tradition ihres Werks aus den 80ern anzuknüpfen. Doch anstatt Tom Cruise in einen Flieger oder alternativ ein Auto zu setzen, wird diesmal – macht ja auch Sinn – Denzel Washington durch die Zeit geschickt. Das ist die Kurzfassung…