Bill Paxton

  • Slipstream (GB 1989)

    Nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) legte Mark Hamill eine sechsjährige Schauspielpause ein. Bereits mit seiner Mitwirkung in Samuel Fullers Kriegsfilm „The Big Red One“ (1980) hatte Hamill versucht, sich vom eindimensionalen Helden-Image des Luke Skywalker zu lösen. Die Aussicht auf die Verkörperung eines ambivalenten Charakters war es auch, was ihn 1989 zur Rückkehr vor…

  • Vertical Limit (USA/D 2000)

    „Up there, you’re not dying, you’re dead.“ – Montgomery Wick Bei US-Blockbustern sollte man immer darauf gefasst sein, dass einen Hollywood für dumm verkaufen will. Zum Ende des letzten Jahrtausends zeigte sich die Traumfabrik wiederholt von ihrer einfältigsten Seite. Seinen Anteil daran hatte das kurzzeitig aufflammende Katastrophenfilm-Revival, das solch absurd dämliche Werke wie „Daylight“ (1996)…

  • Bill Paxton ist tot

    Ein Star aus der ersten Reihe war er nie. Trotzdem hat Bill Paxton in Hollywood seine Spuren hinterlassen. Am 25. Februar starb der Schauspieler und Regisseur im Alter von 61 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls, den er während einer Herz-Operation erlitt. Zu Paxtons Förderen zählt Filmemacher James Cameron. Nach einer kleinen Rolle in „Terminator“…

  • Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis (USA 2014)

    An den schauspielerischen Qualitäten des Jake Gyllenhaal („Brokeback Mountain“) gibt es gemeinhin wenig Zweifel. Das Zeug zum Superstar wurde dem 34-jährigen früh attestiert. Nur hält der es – ähnlich dem Kollegen Christian Bale – vorrangig mit Rollen, die neben einem breiten Spektrum auch vor unbequemen Charakteren und Stoffen nicht zurückscheuen. Eine weitere Glanzleistung zeigt Gyllenhaal…

  • Edge of Tomorrow (USA 2014)

    Live. Die. Repeat. Kann ein Film schlecht sein, in dem Tom Cruise tausend Tode stirbt? Für die Kritiker des Vorzeige-Scientologen sicher nicht. Aber auch Fans des Hollywood-Stars können sich an dessen fortwährendem Ableben im Science-Fiction-Kracher „Edge of Tomorrow“ ergötzen. Denn die packende Mischung aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“ und „Starship Troopers“ bietet Cruise durchaus…

  • One False Move (USA 1992)

    Bleibende Eindrücke in Hollywood hinterließ Billy Bob Thornton nicht allein als Schauspieler, sondern auch als Drehbuchautor. Für das Skript zum Drama „Sling Blade“ (1996) – in dem er auch die Hauptrolle bekleidete und Regie führte – erhielt er einen Oscar. Erstmals auf sich aufmerksam machte er mit dem Independent-Thriller „One False Move“, zu dem er…

  • 2 Guns (USA 2013)

    Überfalle niemals eine Bank, der ein Café gegenüberliegt, das die besten Donuts der Region serviert. Denn dort wimmelt es natur- und klischeegemäß von Polizeikräften. Wer Regeln wie diese beherzigt, hat gute Chancen auf eine beständige Verbrecherkarriere. Doch eine solche haben Bobby Trench (Denzel Washington, „Flight“) und Michael ‚Stig‘ Stigman (Mark Wahlberg, „Shooter“) offenkundig nicht im…

  • Haywire (USA/IRL 2011)

    „The motive is always money.“ – Kenneth Es ist eine harte Woche für Mallory Kane. Mehrfach fliegt sie von Amerika nach Europa und wieder zurück. Ihr Job verlangt das. Denn Mallory ist Geheimagentin. Eine äußerst toughe noch dazu. Sie operiert im Auftrag eines privaten Unternehmers, der von Regierungen und Geheimdiensten eingeschaltet wird, wenn eine unmittelbare…

  • Tombstone (USA 1993)

    Wie sehr die Legende um Wyatt Earp zu ausschweifender Fantasiebeflügelung einlädt, lässt sich am Vergleich zwischen Lawrence Kasdans „Wyatt Earp“ und George P. Cosmatos‘ „Tombstone“ ermessen, die Mitte der Neunziger binnen eines Jahres in die amerikanischen Kinos kamen. Das finanzielle Nachsehen hatte Kasdans dreistündige Biographie, die mit historisch akkurater Detailfülle versuchte, auch den Rissen in…

  • Aliens – Die Rückkehr (USA/GB 1986)

    „My mommy always said there were no monsters, no real ones. But there are.” – Newt Fortsetzungen wegweisender Filme sind eine delikate Angelegenheit. Wenn überhaupt erreichen sie nur selten die Qualität ihres Originals und bleiben in der Hauptsache verzichtbare Versuche, dessen Erfolg zu wiederholen. Eine seltene Ausnahme ist das erste von bislang drei Sequels zum…

  • Navy Seals (USA 1990)

    Ein degenerierter Ballerfilm mit Starbesetzung: In „Navy Seals“ machen Charlie Sheen („Rookie – Der Anfänger“), Michael Biehn („Terminator“), Dennis Haysbert („24“) und Bill Paxton („Twister“) islamischen Terroristen den Garaus. Als tollkühne Eliteeinheit befreien sie die Besatzung eines abgeschossenen amerikanischen Militärhubschraubers aus der Hand brutaler libanesischer Kidnapper. Dabei stoßen sie auf gestohlene Stinger-Raketen. Anstatt diese unschädlich…

  • Ruf nach Vergeltung (USA 1989)

    „You ain´t seen bad yet. But it´s coming!“ – reflektiert auch die Qualität des Films: Truman Gates Blut ist dicker als Wasser. Das sagt schon der Volksmund. Und der weiß ja bekanntermaßen alles besser. Ausdrücken will das Sprichwort die familiäre Bande, den naturgemäßen Zusammenhalt und die loyale Verbundenheit unter Blutsverwandten. Im Thriller-Drama „Ruf nach Vergeltung“…

  • Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis (USA 1987)

    „The night has its price.“ – Mae Bereits mit ihrem Regiedebüt erregte Kathryn Bigelow („Gefährliche Brandung“, „Stange Days“) Aufsehen. Der Vampir-Horrorfilm „Near Dark“ verbindet traditionelle Genre-Motive mit Elementen aus Road Movie, Thriller und Western. Die amerikanische Provinz erscheint als scheinbar rechtsfreies Niemandsland, als unwirtliche Mondlandschaft, in dem eine Blutsauger-Patchwork-Familie ihr Outlaw-Dasein auskostet. Das funktioniert trotz…

  • Twister (USA 1996)

    Die Unwetterfront als Kinohappening. Jan de Bont macht´s möglich. Mit seinem Regiedebüt „Speed“ stieg der gebürtige Niederländer, der seine Karriere als Kamermann (u.a. „Stirb langsam“, „Basic Instinct“) begann, in Hollywoods Oberhaus auf. Darauf folgte „Twister“, ein Oscar-nominiertes Effektgewitter, das viel Kraft in die Tricks investiert und eine Plotte nahezu vernachlässigt. Dem Publikum schien das nur…

  • Phantom Kommando (USA 1985)

    „I can´t believe this macho bullshit.“ Lange vor der „Matrix“ gab es im Schaffen von Krawall-Produzent Joel Silver den Matrix, namentlich John Matrix. Der wird gespielt von Arnold Schwarzenegger und ist – wie sollte es anders sein – ein ehemaliger Elite-Soldat. Als dessen Töchterchen (TV-Star Alyssa Milano, „Charmed“) entführt wird, startet die Ein-Mann-Armee einen gnadenlosen…

  • Trespass (USA 1992)

    Der Ehrenpreis für den dämlichsten deutschen Titel eines Actionfilms geht an „Die Rap-Gang“, dessen originale Namensgebung „Trespass“ so viel wie „unbefugtes Betreten“ bedeutet. Dieses Vergehens schuldig machen sich die Feuerwehrleute William Sadler („Ritter der Dämonen“) und Bill Paxton („Dämonisch“), als sie sich in einer unbekannten Industrieruine auf Schatzsuche begeben. Während eines Einsatzes fiel ihnen nämlich…