Sex

  • Hanzo the Razor: The Sword of Justice (J 1972)

    Hanzo „Rasiermesser“ Itami hat den Phallus der Gerechtigkeit. Mit diesem dringt er so lange in verhörenswürdig erachtete Damen ein, bis sie förmlich nach seiner Männlichkeit gieren. Damit entlockt er ihnen die gewünschten Informationen und zollt Justitia auf ungewöhnlichem Wege Tribut. Die Pimmel schwingende Exekutive geht auf Kazuo Koike zurück, der neben Storys zu diversen Mangas…

  • Praying Mantis – Die Gottesanbeterin (BE 2003)

    Die Magie des Kinos ist so vielseitig wie seine Darstellungsformen. Der belgische Regisseur Marc Levie nimmt sich die Freiheit, sein Langfilmdebüt „Praying Mantis“ als surreal verzerrte Studie über Obsession und Selbstzerstörung anzulegen. Dezent spielt er mit fantastischen Elementen und behält sich vor, die Beweggründe seiner Figuren zu verschleiern. Auf verschlungen poetischen Pfaden transferiert er animalische…

  • Snuff Trap (I 2003)

    Filme mit „Snuff“ im Titel wecken die Neugier auf Perversionen jenseits jedweder moralischen Vorstellung. Im Falle von „Snuff Trap“ ist es eher der Name Bruno Mattei, der Aufmerksamkeit erregt und schon frühzeitig den Fingerzeig Richtung filmischem Müll vollführt. In den Achtzigern war Mattei eine große Nummer des italienischen Kinos und inszenierte im Akkord groben Unfug…

  • Twisted Sisters (D/GB 2006)

    Wolfgang Büld kann auf eine bewegte Karriere verweisen. Von Musikdokumentationen („Punk in London“) führte der Weg des Autors und Regisseurs über Neue Deutsche Welle („Gib Gas – Ich will Spaß!“) und moderne Humoreske („Manta, Manta“) hin zur Billigproduktion („Penetration Angst“). „Twisted Sisters“ ist sein dritter unabhängig in Großbritannien produzierter Film und die dritte Zusammenarbeit mit…

  • 8MM 2 – Hölle aus Samt (USA 2005)

    Die endlose Reihe von Retortensequels hat einen weiteren Mitstreiter: „8MM 2“. Joel Schumachers Original von 1999 ist die bemüht kontroverse Hollywood-Vorstellung zum Thema Snuff-Movies, die Fortsetzung ein freizügiger Erotik-Thriller von der Stange. Beide Filme verbindet nur der Titel, im Falle des zweiten Aufgusses bleibt dieser kommerziellem Kalkül geschuldet. Arglose Videothekenkunden mag dieses Hirngespinst einen interessierten…

  • Randy – Der italienische Deckhengst (USA 1970)

    Die Erstlingswerke unserer Actionhaudegen sind schon etwas ganz besonderes. Posierte Gouverneur Schwarzenegger seinen Weg noch durch den etwas eigenwilligen „Herkules in New York“, so begann Sylvester Stallone in einem fröhlichen kleinen Rammelfilmchen mit etwas skurriler Handlung seinen Weg zum Charakterdarsteller. Dem Inhalt ist äußerst schwer zu folgen, trotzdem hier der Versuch einer Inhaltsangabe. Randy (Sylvester…

  • Revenge of the Living Dead (F 1987)

    Kaum war die Welle der Italo-Zombie-Streifen abgeebbt, erwachten im Nachbarland Frankreich die Toten zu neuem Leben. Allerdings ist „Revenge of the Living Dead“ eine eher lahme Entschuldigung für das Genre des Horrorfilms. Statt Schocks und Gore tischt Regisseur Pierre B. Reinhard („Dressage“) – hier unter dem Pseudonym Peter B. Hansone am Werk – vornehmlich dulle…

  • In der Gewalt der Zombies (I 1981)

    Schmuddelsex und Splatter-Horror schließen sich nicht unbedingt aus. Vor allem nicht im italienischen Kino der frühen Achtziger. Im Falle des Genre-Exoten „In der Gewalt der Zombies“ werden gleich beidhändig niedere Gelüste des menschlichen Geistes befriedigt. Vornehmlich plumper Schlüssellochvoyeurismus. Dabei ist Joe D´Amatos („Man-Eater“) Film nicht mehr als ein karibisches Urlaubsvideo mit reichlich nackter Haut und…

  • Teenage Caveman (USA 2001)

    „God is coming and he´s pissed!” In einer postapokalyptischen Zukunft haben sich die wenigen Überlebenden in Stämmen formiert und im Stile ihrer prähistorischen Vorfahren neuerlich Höhlensysteme bezogen. Sex ist tabu, schließlich bedeuten unkontrollierte Schwangerschaften zukünftige Versorgungsengpässe. Einzig der stammesführende Schamane (Paul Hipp, „Bad Lieutenant“) nutzt die hierarchische Spitze von Gottes Gnaden, um sich unverhohlen durch…

  • 9 Songs (GB 2004)

    „Mein Analytiker hat mich gefragt: ‚Halten Sie Sex für schmutzig?’ und ich sagte ‚Ja, wenn man es richtig macht.’“ – Woody Allen Der übliche Programmkinogänger sieht folgendermaßen aus: Dunkler oder alternativ grauer Rollkragenpullover, gepaart mit einem (bewusst!) abgerissenen Jackett, bevorzugt aus Wolle, dazu eng anliegende Jeans (Farbe variiert zwischen blau und schwarz). Die Brille ist…

  • Ken Park (USA/F/NL 2002)

    Um es gleich vorwegzunehmen, „Ken Park“ in Deutschland auf großer Leinwand bestaunen zu können bildet ein Privileg, welches sowohl dem Herstellungsland Amerika wie gleichermaßen auch England bislang verwehrt blieb. Ein Umstand, der bei einem Blick auf Regisseur Larry Clark nicht weiter verwundert, gelangte doch auch „Bully“, der letzte Film des ehemaligen Photographen, über ein Stadium…