Randy – Der italienische Deckhengst (USA 1970)

stallonerandyDie Erstlingswerke unserer Actionhaudegen sind schon etwas ganz besonderes. Posierte Gouverneur Schwarzenegger seinen Weg noch durch den etwas eigenwilligen „Herkules in New York“, so begann Sylvester Stallone in einem fröhlichen kleinen Rammelfilmchen mit etwas skurriler Handlung seinen Weg zum Charakterdarsteller. Dem Inhalt ist äußerst schwer zu folgen, trotzdem hier der Versuch einer Inhaltsangabe.

Randy (Sylvester Stallone, „Demolition Man“) kehrt nach Hause zurück. Nach einem Jahr in Vietnam, wo er nicht etwa im Dschungel gegen den Vietcong kämpfte, sondern an einem Mädchenhändlerring beteiligt war, sehnt er sich nach seiner Liebe Kitty (Henrietta Holm). Sie feiern seine Rückkehr – erst allein, dann in großer Runde, unter anderem auch mit Schweden (deren Beitrag zur Handlung offen bleibt). Zeitgleich in Vietnam: Die ehemaligen Mitarbeiter von Randy suchen ihn und stolpern dabei von Mord zu Folter zu Vergewaltigung zu Mord zu…

„Randy“ ist ein ganz besonderes Stück Film. Eine völlig undurchschaubare Kameraarbeit, ein sinnloses Drehbuch und absolut talentfreie Darsteller machen den Streifen, trotz nur knapp einer Stunde Laufzeit, zu einem ziemlich langen Vergnügen. Das uninspirierte Gerammel hat dabei die erotische Qualität einer Ikea-Wanduhr. Unter „Italian Stallion“ könnte man eigentlich etwas anderes erwarten. Gottseidank hatte Stallone ja noch im weiteren Verlauf seiner Karriere die Möglichkeit, seine darstellerischen Fähigkeiten auszubilden oder wenigstens anzuwenden.

„Randy“ ist ein Film für Liebhaber, Sammler und Masochisten. Der Vollständigkeit halber kann man ihn sich mal anschauen, man sollte dabei aber wahrlich keine allzu großen Erwartungen hegen. Zwar ist dem Film eine gewisse Form von Coolness nicht abzusprechen, vor allem durch die überragende Pornomusik, die die „Handlung“ untermalt, aber alles in allem ist der Film einfach nur dämlich – allerdings auf eine gute Weise.

Wertung: (3 / 10)

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