Michael Pare

  • Road to Hell (USA 2008)

    „A very different time…A very different place…Still a Rock n‘ Roll fable.“ – Die Einblendung nach dem Prolog Walter Hills Rock’n’Roll-Märchen „Straßen in Flammen“ (1984) ist ein in Neonlicht getauchter Action-Klassiker, der seiner Zeit voraus war. Regisseur und Co-Autor Hill hatte den Stoff eigentlich als Trilogie angedacht. Doch daraus wurde nach dem kommerziellen Misserfolg des…

  • Amphibious 3D (RI/NL 2010)

    In den vergangenen Jahren war es still geworden um Brian Yuzna. Der im B-Segment populäre Produzent („Re-Animator“) und Regisseur („Return of the Living Dead III“), der bevorzugt mit Stuart Gordon zusammenarbeitete, inszenierte seinen letzten Film („Beneath Still Waters“) 2005. Auf den Regiestuhl zurück kehrte er erst 2010, für den in 3D gedrehten „Amphibious“, wobei er…

  • Maximum Conviction (USA 2012)

    Steven Seagal macht sich – nicht allein aufgrund der mittlerweile viel beschworenen Leibesfülle – in zunehmendem Maße auf den Fernsehschirmen breit. Spöttische Zungen könnten nun behaupten, dass tue er über seine seit mehr als einem Jahrzehnt unmittelbar in die Videotheken verfrachteten Filmauftritte doch sowieso beständig. Aber gemeint sind Seagals Engagements im US-TV und den Formaten…

  • BloodRayne: The Third Reich (CDN/USA/D 2010)

    Uwe Boll ist zurück in der Spur! Nachdem er mit schroffen semidokumentarischen Dramen wie „Siegburg“ oder „Darfur“ selbst eingefleischte Opportunisten seines Schaffens milde stimmen konnte, knüpft der viel gescholtene Fließbandregisseur mit dem dritten Teil der „BloodRayne“-Reihe wieder nahtlos an die Fülle qualitätsloser, auf populären Computerspielen basierender Trashfilme an. Und gegen den (hoffentlich) finalen Part des…

  • Direct Contact (USA/D 2009)

    Alter Schwede. Dolph Lundgren ist sichtlich in die Jahre gekommen. Körperlich fit ist der studierte Chemietechniker aber auch mit 52 Jahren noch, was ihn zumindest im direkten Vergleich mit dem Klopper-Kollegen Steven Seagal in positivem Licht erstrahlen lässt. Filmisch jedoch steht der baumlange Mime seit rund zwei Jahrzehnten (mehrheitlich) für Action im Sparprogramm. Erinnerungswürdig blieben…

  • Tunnel Rats (CDN/D 2008)

    Krieg ist die Hölle. Filme von Uwe Boll („Far Cry“) sind es auch. Jedenfalls normalerweise. „Tunnel Rats“ zeigt den promovierten Zuchtmeister des B-Trash wieder als Autor, Produzent und Regisseur in Personalunion. Es scheint also alles beim Alten. Doch diesmal kam der Film vor dem Videospiel. Zudem verfolgt Boll ein ernstes Anliegen: Er will das destruktive…

  • Concrete War (USA 1991)

    Sagt das hünenhafte Gangsterweib zu ihrem Kollegen: „Wie wär´s, wenn der Job vorbei ist, wollen wir uns näher kommen?“ Darauf er: „Meinst du Kegeln oder Kino oder so was ähnliches?“ Wenn Filme, wohlgemerkt keine Komödien, über dermaßen bekloppte Dialoge verfügen, eröffnen sich dem Zuschauer zwei Möglichkeiten. Entweder er schaltet ab, oder aber er lehnt sich…

  • Seed (CDN/D 2007)

    Filme von Uwe Boll („Alone in the Dark“) bereiten kein Vergnügen. „Seed“ stellt dabei eine Besonderheit. Denn im Gegensatz zu den übrigen Werken des nicht selten als schlechtester Regisseur unserer Zeit gebranntmarkten Deutschen ist er nicht auf Unterhaltung, sondern allein auf Abscheu fixiert. Das verdeutlicht bereits die Eingangssequenz aus dem Tierschutzarchiv, bei dem Hunde barbarisch…

  • Postal (CAN/USA/D 2007)

    „Was ist der Unterschied zwischen einer Ente?“ – während des Bewerbungsgesprächs Kritiken zu den Filmen von Uwe Boll wollen als Warnung verstanden werden. Der Wermelskirchener Hollywood-Export hat sich auf Verfilmungen populärer Videospiele spezialisiert. Dass die mit der Vorlage meist nur den Namen teilen, geht noch als clevere Verkaufsstrategie durch. Doch die Boll-Werke lassen das handwerkliche…

  • Moon 44 (D 1990)

    Schwaben-Spielberg Roland Emmerich besitzt das Talent, aufwendiges Kino mit (verhältnismäßig) moderaten Budgets zu kreieren. Sein Ticket nach Hollywood löste er mit „Moon 44“, einer endzeitlichen Materialschlacht auf Sparflamme. Das Geschick des Regisseurs ist unverkennbar, wenn sein letzter in Sindelfingen gedrehter Streifen auch ungeniert große Vorbilder der Science-Fiction plündert. In Set-Design und Ausleuchtung lehnt er sich…

  • Village of the Damned – Das Dorf der Verdammten (USA 1995)

    Die meisten Erfolge lassen sich kein zweites Mal wiederholen. Mit der Neuverfilmung von „Das Ding aus einer anderen Welt“ schuf John Carpenter einen modernen Klassiker des fantastischen Kinos. Mehr als ein Jahrzehnt später versuchte er sich mit „Das Dorf der Verdammten“ am Remake eines anderen schwarz-weißen Grusel-Hits. Ohne inhaltliche Neuerungen und einer Inszenierung auf TV-Niveau…

  • Straßen in Flammen (USA 1984)

    Walter Hill weiß, woraus Action-Träume gesponnen werden. Sein weithin unterschätzter Genreklassiker „Straßen in Flammen“ ist eine Verbeugung vor der Ära des Rock ´n Roll. Die Musik ist deshalb nicht nur Ornament der Bilder, sie ist deren Motor. Entsprechend üppig ist der Raum, der den fetzigen, teils zu epischer Breite aufgezogenen Songs zur Verfügung gestellt wird….

  • The Virgin Suicides – Verlorene Jugend (USA 1999)

    Bereits 1999 wurde Sofia Coppolas Drama „The Virgin Suicides“ fertiggestellt. Das Regiedebüt der Tochter von Erfolgsfilmer Francis Ford Coppola (der als Produzent diente), Schöpfer von Klassikern wie „Apocalypse Now“ und „Der Pate“, rief zuerst die Kritiker auf den Plan. Da waren zunächst jene, die Sofia Coppolas Versuche im Bereich der Schauspielerei („Der Pate 3“) zünftig…