Village of the Damned – Das Dorf der Verdammten (USA 1995)

village-of-the-damned-carpenterDie meisten Erfolge lassen sich kein zweites Mal wiederholen. Mit der Neuverfilmung von „Das Ding aus einer anderen Welt“ schuf John Carpenter einen modernen Klassiker des fantastischen Kinos. Mehr als ein Jahrzehnt später versuchte er sich mit „Das Dorf der Verdammten“ am Remake eines anderen schwarz-weißen Grusel-Hits. Ohne inhaltliche Neuerungen und einer Inszenierung auf TV-Niveau bleibt diese Modernisierung aber deutlich hinter dem Original zurück. An den US-Kinokassen floppte der Streifen und erschien hierzulande lediglich als Videopremiere.

An der Dramaturgie wird kaum gerüttelt, dafür mit langatmigen Spielszenen und übertriebenen Gewaltausbrüchen überflüssiger Füllstoff eingebracht. Eine namhafte Riege abgehalfterter Schauspieler erwehrt sich dem Einfluss einer Gruppe zeitgleich zur Welt gekommener und äußerlich kaum zu unterscheidender Kinder. Die können nicht nur Gedanken lesen, sie sind auch der mentalen Manipulation fähig. Mit ihnen schwanger wurden die Frauen eines US-Provinznestes während einer Phase das gesamte Areal anheim fallender Bewusstlosigkeit.

Mit dem Heranwachsen bereiten die Kinder eine außerirdische Invasion vor. Wer sich ihnen in den Weg stellt, wird gnadenlos ausradiert. Nachdem Chargen wie Mark Hamill („Krieg der Sterne“) und Michael Paré („Moon 44“) den Löffel gereicht haben, kommen Provinzdoktor Christopher Reeve („Superman“) und Wissenschaftlerin Kirstie Alley („Kuck´ mal wer da spricht!“) dem Spuk auf die Schliche. Fortan müssen beide um Leib und Leben bangen. Als auch das Eingreifen der staatlichen Exekutive im Fiasko endet, bedarf die Beseitigung der Gefahr radikaler Maßnahmen.

Horror-Spezialist Carpenter hat grundlegend keinen schlechten Film geschaffen, gemessen an den Fußstapfen der Vorlage wohl aber eine überflüssige Aufpolierung. Die hält sich im Wesentlichen an den Ablauf des Originals, präsentiert die Brut aber eindeutig als Außerirdisch und tischt ein offenes Finale auf, dessen bereits Wolf Rillas Vorlage nicht bedurfte. Atmosphärisch geht die moderne Version in Ordnung, dafür wird darstellerisch durch die Bank auf Sparflamme agiert. Ein insgesamt undankbarer Film: Problemlos konsumierbar und doch absolut überflüssig.

Wertung: (5 / 10)

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