Todeskommando Panthersprung (I 1968)

todeskommando-panthersprung„So ein Nuttenkram.“ – Siracusa

Die Italiener und der zweie Weltkrieg – ein Abenteuerspielplatz für harte Männer. Mit „Todeskommando Panthersprung“ mischte auch „Sabata“-Regisseur Gianfranco Parolini, gern unter dem Pseudonym Frank Kramer angeführt, mit und schickte die Italo-Western-Sternchen Gianni Garko („Sartana“), Luciano Rossi („Lauf um dein Leben“) und Sal Borgese („Ein Halleluja für Django“) in deutsches Feindesland. Dort wartet der gewohnt wonnig dem Darstellersold entgegenstrebende Klaus Kinski („Leichen pflastern seinen Weg“), der als SS-Oberst Müller den Sadisten vom Dienst gibt.

US-Offizier Hoffman (Garko) und seine Männer, darunter Haudegen und Safeknacker Siracusa (Borgese), begehen den Krieg sportlich. Gekämpft wird mit Trampolin und Baseballwürfen, auf denkbar ungewöhnliche, immerhin aber spürbar effektive Weise. Hinter den feindlichen Linien sollen sie geheime Angriffspapiere aus einer von Müller besetzten Villa stehlen. Die deutschen Uniformen zur Tarnung erweisen sich als unnütz, wird die Sondereinheit doch an jeder Ecke in Feuergefechte mit Nazischergen verstrickt. Der Mission aber schadet das nur bedingt.

Vor Ort sollen sie mit Partisanin Helga (Margaret Lee, „Spezialkommando Wildgänse“) paktieren, die sich in deutsche Dienste geschlichen und dort auch das Interesse Müllers geweckt hat. Lange geht dies Versteckspiel selbstredend nicht gut, so dass auch gegen den SS-Schleifer und dessen Gefolge die Waffen erhoben werden. Viel her macht das nicht, reicht aber für ein amüsant bestusstes Kriegs-Abenteuer, dass sich zugunsten anspruchslos klischeebeladener Unterhaltung voll auf bemüht coole Action verlässt. Nur das Coolness hier oftmals mit unfreiwilliger Komik verwechselt wird.

Für eine gewisse Lässigkeit bürgt immerhin der Score Elsio Mancusos („Django der Bastard“). Wenn dazu der mit eiserner Ladung bestückte Baseball Gegner ausknockt oder akrobatische Sprünge vom ausklappbaren Trampolin die Erstürmung erleichtern, ist es mit der Ernsthaftigkeit nicht weit her. Aber so kennt man das von preisbewussten italienischen Kino-Nostalgien. Ordentlich überzeichneter Radau, ein bisschen Humor, dazu der Kinski und unverhohlener Raubbau amerikanischer Vorbilder – hier „Das dreckige Dutzend“. Auf eine schundige Art ganz nett. Damit hat es sich dann aber auch.

Wertung: (5 / 10)

scroll to top