Zoombies – Der Tag der Tiere ist da (USA 2016)

zoombies„It’s the animals who need protection from the people, not the other way around.“ – Im Irrtum: Rex

Im Zoo bricht die Hölle los. Dass diese tricktechnisch auf Sparflamme lodert, sollte sich ob der Urheberschaft der Trash-Schmiede The Asylum von selbst verstehen. Allerdings hat die mit „Sharknado“ ein Konzept mit Kultstatus etabliert, so dass die Werke der ehemaligen Mockbuster-Fabrik mittlerweile mit einem gewissen Grundinteresse beäugt werden. So auch „Zoombies“, in dem die mit „Zombiber“ eingebrachte Grundidee untoter Tiere breitgefächert – und streckenweise überraschend ernst – aufgegriffen wird. Im Kombinat mit der alten „Wild Beasts“-Thematik (oder auch „Jurassic Park”) wird daraus ein passabler B-Film, der mehr als andere Asylum-Produktionen jedoch vom überschaubaren Finanzrahmen ausgebremst wird.

Das „Eden Wildlife“-Tierrefugium bietet bedrohten Spezies Obdach. Da sich damit allein aber kaum Besucher locken lassen, hat Betreiberin Dr. Ellen Rogers (Kim Nielsen, „Amityville Terror“) den Zoo in ein Abenteuerland im Freizeitpark-Stil verwandelt. Kurz vor der Wiedereröffnung, die in einem einleitenden Werbespot angekündigt wird, erwacht im veterinärischen Labor der Anlage aber ein durch eine mysteriöse Viruserkrankung zu Tode gekommener Affe zu neuem Leben. Der Fellzombie fällt mit Artgenossen über die Mitarbeiter her und kann mit Eingreifen von Sicherheitschef Rex (Marcus Anderson, „Night of the Wild“) und Kollegin Lizzy (Ione Butler) ins Freie entkommen. Dort verwandeln sich bald immer mehr Tiere in reißende untote Bestien und trachten den auf Ellens Geheiß Schutz suchenden Angestellten nach dem Leben.

Die Grundidee ist schräg genug, um Wertschätzern qualitätsarmer Filmkost Vergnügen zu bereiten. Allerdings bleibt die von Glenn R. Miller („Santa Claws“) verantwortete Umsetzung hinter den Möglichkeiten des Stoffes zurück. Wenn infizierte Giraffen, Koalas oder Papageien Jagd auf Menschen machen, kommt abseitige Stimmung auf. Nur könnte das Ganze schlicht schräger – und trotz vereinzelter Härten auch morbider – daherkommen. Lässt man das flach figurierte Praktikantengeschwader außer Acht, das die Opferschar übersteigert ergänzt, geben aber immerhin die Protagonisten kaum Anlass zur Kritik. Bestes Beispiel ist die besonnene Ellen, die Genre-Klischees durch rationale Entscheidungen widerspricht und ihre Vision schlussendlich in Rauch aufgehen lässt, als es gilt, die zombifizierten Vögel an der Flucht in die Außenwelt zu hindern.

Dass die zu Hilfe gerufene Polizei nicht eingreift, sondern auf Beamte der Seuchenbehörde wartet, scheint nicht allein im Sinne der Zuspitzung des Überlebenskampfes durchaus nachvollziehbar. Nur lässt sich anbei kaum rechtfertigen, dass kein infiziertes Kleintier seinen Weg durch (oder über) die Außenumzäunung findet. Die Güte der CGI taumelt zwischen passabel und lachhaft, wobei der Elefantenritt erwähnenswert bleibt, bei dem die Beine der Dickhäuter neben den Schauspielern auch mal mit Plastikfolie simuliert werden. Unter dem Strich geht „Zoombies“ in Ordnung, selbst wenn das Schlussdrittel zunehmend billig wirkt und das Ende eine Spur zu versöhnlich daherkommt. Mehr Szenen wie die von Ellens kleiner Tochter und dem Killer-Koala hätten das Amüsement zweifelsfrei gesteigert. Insbesondere von The Asylum ist man aber deutlich ärgere Kaliber gewohnt.

Wertung: (4 / 10)

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