Worst – Deserto (2018, Beatdown Hardwear)

Metal trifft (Beatdown-)Hardcore. Voll auf die Zwölf. Nicht zwingend Metal-Hardcore und erst recht nicht Metalcore. Bei WORST geht es um eine brachiale Symbiose. Auf dem Viertwerk „Deserto“ erinnert die bisweilen an TERROR. Der Metal-Anteil ist jedoch streckenweise merklich übervorteilt. Hinzu kommt – neben zentnerschweren Breakdowns, die Pit-Karatekas vor Freude Roundhouse-Kicks vollführen lassen dürften – die Herkunft. Denn das Gespann aus der brasilianischen Metropole São Paulo brüllt nicht allein auf Englisch, sondern auch auf Portugiesisch.

Mit „Left for Shit“ gehen WORST zum Auftakt derbe nach vorn. Auch textlich. Verbale Zurückhaltung steht nicht auf dem Programm. Es wird gewütet und gepoltert, unliebsamen Zeitgenossen dazwischen glatt Lebensberechtigung abgesprochen. An Druck mangelt es aber auch auf instrumentaler Ebene nicht. Vor allem das von Gangshouts umwehte „Lost“, „Draining Me“ und „Cultural Disease“ entwickeln brachiales Hitpotential. Neuland wird mit Platten wie „Deserto“ kaum erschlossen. Sympathisanten des damit zelebrierten In-die-Fresse-Sounds dürfte das allerdings Worst, Pardon, Wurst sein.

Wertung: (7,5 / 10)

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