Wisdom in Chains – Nothing in Nature Respects Weakness (2018, Demons Run Amok/Fast Break!)

Bei WISDOM IN CHAINS wirkt der Hardcore stets persönlich. Es geht um Gedanken, Gefühle, manchmal auch Geisteshaltungen. Und natürlich um das, was war, woher man kommt und wie man zu dem wurde, was man heute ist. Die Mannen aus Pennsylvania sind eine feste, eine verdiente Genre-Größe und als solche ist ihnen ein gewisses Gehör sicher. Dass ihr siebter Langspieler „Nothing in Nature Respects Weakness“ eine (mindestens) grundsolide Angelegenheit werden würde, schien bereits im Vorfeld gesetzt. Dahingehend liefert die Platte wie bestellt. Mehr als das kommt unter dem Strich allerdings nicht heraus.

Mitunter fehlt es an echten Höhepunkten, an Songs, die vollends mitreißen. Doch eines bleibt gewiss: WISDOM IN CHAINS wissen, wie man musikalisch bei den Eiern packt. Dazu lassen es die Veteranen sympathisch vielseitig angehen. Das zünftige Brett wird noch eine Spur deutlicher durch Metal-einschläge ergänzt und das Tempo gerade in Hälfte eins angenehm variabel gehalten. Die punkigen Einflüsse gehören auch weiterhin zum guten Ton, so dass für brachiale Tanzbarkeit gesorgt ist.

Die Hymnenhaftigkeit kommt bei Tracks wie „Already Dead“, „Someday“, den flotten Einminütern „Ultimatum“ und „Heart of a Champion“ oder „Duck Down, Stay Down“ bewährt zum Tragen. Ihnen gegenüber stehen ruhiger gehaltene Beiträge wie das punkige „Better Than I Was“ oder das rockige, mit weiblichen Vocals abgerundete Finale „Halfway There“. Zu meckern gibt es grundlegend wenig. Höchstens, dass „Nothing in Nature Respects Weakness“ das grundsolide Niveau kaum hinter sich lässt. Stören muss das mitnichten, denn für ordentliches Scheppern ist zweifelsfrei gesorgt. Aus dem versierten Funkenflug wird diesmal allerdings kein Flächenbrand.

Wertung: (7 / 10)

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