Verbotene Liebe – Ein mörderisches Spiel (CDN 2005)

verboteneliebeDer Titel eines Films lässt mitunter auf dessen Qualität schließen. „Verbotene Liebe – Ein mörderisches Spiel“ klingt verdächtig nach der Rubrik TV-Roman. Das bedeutet bekannte Elemente, handwerklich solide und ohne größeren Aufwand aufgekocht. Die Fernsehproduktion ist ein Thriller von der Stange, Konfektionsware für ein genügsames Publikum. Regisseur Douglas Jackson („Zeugin auf der Flucht“) wird dieser Vorgabe gerecht. Mit Bruce Boxleitner („Babylon 5“) und Linden Ashby („Melroce Place“) stehen ihm dabei bekannte Gesichter aus der Mattscheibe zur Seite.

Der Plot rankt sich zwischen Thriller und Drama um den Mord an Vivian Jameson (Jayne Heitmeyer, „The Snake King“), ehemaliges Model und Gemahlin eines einflussreichen Geschäftsmannes. Der aufmüpfige 17-jährige Michael (Christopher Jacot, „Hellraiser: Hellworld“), der für die Familie arbeitete, unterhielt eine Beziehung zu ihr. In der Mordnacht löste sie die Bindung zum jungen Gespiel im Streit auf. Der ermittelnde Polizist Bruning (Boxleitner) nimmt Michael rasch als Hauptverdächtigen ins Visier. Als in seinem Zimmer die Mordwaffe gefunden wird, scheint der Fall klar. Nur seine Mutter Sandra (Tracy Nelson, „Familie in Angst“) glaubt an Michaels Unschuld und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an.

Brauchbar gespielt und routiniert umgesetzt ist „Verbotene Liebe“ ein Fernsehspiel auf mittlerem Niveau. Die anfängliche Ungewissheit über Michaels Verstrickung in den Mordfall sind lediglich einführendes Beiwerk. Nach der Hälfte des Films ist der vermeintliche Täter gefasst und die Ermittlungen der Mutter beginnen. Wirklich aufregend ist der weitere Verlauf nicht. In der Modelvergangenheit des Opfers tauchen bald dunkle Flecken auf, die Sandra selbst in tödliche Gefahr bringen. Unterhaltsam, obgleich ohne Höhepunkte, plätschert der standardisierte Plot bis zum obligatorischen Herzschlagfinale vor sich hin. Nicht eben originell, aber auch nicht wirklich schlecht.

Wertung: (5 / 10)

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