Templeton Pek – No Association (2008, Avasonic)

templetonpeknoassociationDie Engländer von TEMPLETON PEK haben mit ihrer Namensgebung schon mal ein paar Extrapunkte gesammelt. Denn welcher Junge stand früher nicht auf das Dauerfeuer vom „A-Team“? Scheinbar eben auch dieses Trio aus der Arbeiterstadt Birmingham, die mit „No Association“ ihr Debütalbum präsentieren, kurz bevor es auf ausgedehnte Tour mit den heimischen ITCHY POOPZKID geht. Musikalisch haben TEMPLETON PEK aber mit Pop-Punk erst einmal nicht so viel am Hut, vielmehr frönt man einem schönen Mix aus Punk-Rock und Alternative. Schnell kommt man mit dem Opener „Catch 22“ und dem folgenden „Half Cut“ auf Touren und drückt ordentlich aufs Tempo. Was sofort auffällt, die Songs haben Substanz und versprühen eine eigene Atmosphäre. Dies hier ist kein Schnellschuss, sondern homogen, reif und durchdacht, ohne aber konstruiert zu wirken.

Das Organ von Sänger Neal Mitchell schwankt zwischen Aggressivität und hymnischen, melodischen Zügen. Für die dezenten Schreiparts, die nie aufdringlich wirken, sorgt Gitarrist Kev Green. Vom standardisierten Einheitsbrei der Singen/Schreien-Fraktion heben sich TEMPLETON PEK jederzeit ab, alleine schon wegen ihrer Musik. „Vessel“ zum Beispiel. Auch hier setzt man auf Tempo, lässt aber zugleich auch melodische und einfach „erwachsen“ wirkende Parts zu. Der verspielten Kinderstube haben TEMPLETON PEK schon vor längerer Zeit Adieu gesagt. In die gleiche Richtung geht auch „Utopia“, während es mit dem Titelsong „No Association“ erstmals etwas gemächlicher zur Sache geht, wenn auch nicht durchgehend. Wechselgesang, ohne Schreiparts gibt es beim flotten „The Rebels Adequate“, bei dem beide Sänger etwa auf Augenhöhe agieren und hier dadurch – im Gegensatz zu den anderen Songs – nochmal eine andere Richtung eingeschlagen wird.

Mit „No Association“ legen TEMPLETON PEK auf jeden Fall ein mehr als überzeugendes Debüt hin, bei dem der Balanceakt aus Tempo, Melodie und Anspruch überraschend gut gelingt. Hoffentlich weiß die Rockwelt dies zu würdigen.

Wertung: (8 / 10)

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