Templeton Pek – Scratches and Scars (2010, Long Beach Records)

templetonpekscratchesscarsMit ihrem Albumeinstand „No Association“ waren TEMPLETON PEK aus Birmingham auch in Deutschland gern gesehene Gäste. Denn zu dieser Zeit standen diverse Gigs mit den damaligen Senkrechtstartern ITCHY POOPZKID auf dem Plan. Insofern dürfte das Trio nicht mehr zu den ganz unbekannten Bands ihrer Zunft zählen. Mit „Scratches and Scars” erscheint nun das zweite Studioalbum, mit dem die Band den bekannten Weg grundsätzlich weitergeht. Das mag sich wenig spektakulär anhören, aber im Falle von TEMPLETON PEK reicht das locker für ein richtig gutes Album.

Denn schon auf ihrem Erstling kreuzte die Band Punk mit Alternative, war eingängig auf der einen, unglaublich schnell und kraftvoll auf der anderen Seite. „Scratches and Scars“ zeigt sich anfangs vor allem von seiner melodischen Seite. Gerade der Opener „Calculate This Risk“ und das folgende „Headgames“ bestechen inmitten des hohen Tempos durch unglaublich eingängige Melodien, hymnische Refrains und pures Hitpotential. Erst nach und nach offenbart die Band dann auch ihre anderen Gesichter. Dann kann es auch mal in Richtung Hard-Rock gehen, wobei man dies bei den Briten nicht als lahmarschig abtun sollte. Nur ab und an wird das Tempo einmal gedrosselt und etwas anderes gewagt, wobei ein Song wie „Low“ hier nicht unbedingt zu den Abräumern zählt.

Trotz kleiner Punktabzüge ist „Scratches And Scars“ aber jederzeit ein immer noch gutes Album geworden, bei dem vor allem die richtig guten Songs auch nach einiger Zeit nichts von ihrer Kraft einbüßen. Zudem nehmen die Jungs Punks wie Rocker gleichermaßen an die Hand, was nun auch nicht jeder Band gelingen will.

Wertung: (7 / 10)

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