Catherine Keener

  • 8MM – Acht Millimeter (USA/D 1999)

    „If you dance with the devil, the devil don’t change. The devil changes you.” – Max California In Fankreisen besitzt „8MM – Acht Millimeter“ Klassikerstatus. Über die Schwächen – und vertanen Chancen – des düsteren Thrillers sollte das allerdings nur bedingt hinwegtäuschen. Daher lohnt es sich, vor der Beschäftigung mit dem eigentlichen Streifen, dessen begleitende…

  • Cyrus (USA 2010)

    Das angestrengte Wackeln mit der Handkamera und improvisierte Dialoge wurden durch die Dogma-Bewegung als Integral des Independent-Kinos etabliert. Fortan bedienten sich auch Hollywoods (mehr oder weniger) unabhängige Filmemacher dieser Stilmittel. Einen weiteren Beleg, zumindest für den fortschreitenden Einsatz des Kameraschüttelns, liefern Mark und Jay Duplass (für den Kurzfilm „The Intervention“ wurden sie bei der Berlinale…

  • Percy Jackson – Diebe im Olymp (USA/CAN 2010)

    Harry Potter und seine Nachkommen. Irgendwie stößt man im Zusammenhang mit dem ersten Leinwandabenteuer von Percy Jackson – basierend auf der fünfteiligen Buchreihe von Rick Riordan – zwangsläufig und sehr schnell auf den (ehemals) kleinen Aushilfszauberer von J.K. Rowling. Denn ohne den weltweiten Erfolg der Marke „Harry Potter“ wäre es vielleicht nie zu „Percy Jackson…

  • Wo die wilden Kerle wohnen (USA/AUS/D 2009)

    „Happiness is not always the best way to be happy.“ – Monstermädchen Judith, Carols Schwarm Ein Kinderfilm für Erwachsene: Mit der Adaption des Kinderbuchklassikers „Where the Wild Things Are“ brachte Spike Jonze („Being John Malkovich“) ganze Hollywood-Studios gegen sich auf. Ursprünglich sollte Universal Pictures die Veröffentlichung übernehmen. Nach unüberbrückbaren Differenzen sprang Warner in die Bresche….

  • Inside Hollywood (USA 2008)

    In der müden Satire „Inside Hollywood“ reduziert Barry Levinson („Wag the Dog“) das Dilemma der Traumfabrik auf einen toten Hund und einen Bart. Die Verfilmung des spöttischen Romans von „Fight Club“-Produzent Art Linson dreht sich wortreich und pseudo-dokumentarisch um die Marotten der Mächtigen in Tinseltown. Durchexerziert werden sie an Robert De Niro, der als strauchelnder…

  • Into the Wild (USA 2007)

    Manche Geschichten brauchen Zeit. Nicht unbedingt für die Erzählung, sondern bis sie überhaupt erzählt werden können. Zehn Jahre wartete Sean Penn darauf, Jon Krakauers Buch „Into the Wild“ verfilmen zu dürfen. Der auf dem Tagebuch des Aussteigers Chris McCandless beruhende Reise- und Erlebnisbericht war zum diskutierten Bestseller geworden. Für die Adaption aber wollte Penn die…

  • Being John Malkovich (USA 1999)

    Sag mir was du hast und ich sag dir wer du bist. Materialismus ist in der postmodernen Gesellschaft die verheißene Flucht aus dem alltäglichen Wahnsinn. Das Stichwort der Identität wird so zum wesentlichen Gut, weil es keiner eindeutigen rationalen Erklärbarkeit unterworfen ist. Identität ist Individualität – oder das, was Menschen daraus machen. Der Oscar-prämierte Drehbuchautor…

  • Capote (CDN/USA 2005)

    Hollywoods neue Mode sind Filmbiografien. Die Erfolgsaussicht ist vage, Auszeichnungen praktisch garantiert. Als bei den diesjährigen Academy Awards „Walk the Line“ gegen „Capote“ antrat, erklomm der Trend seinen vorläufigen Höhepunkt. Zuvor hatten beide Hauptdarsteller, Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman, den Golden Globe erhalten. Das Rennen um den Oscar machte Hoffman. Zu recht. Als homosexueller…

  • Tötet Smoochy (USA/GB/D 2002)

    Rainbow Randolph (Robin Williams) ist der absolute Top-Star des US-amerikanischen Kinderfernsehens. Zumindest so lange, bis er nach einem Bestechungsskandal tief stürzt. Um solche Affären künftig zu vermeiden, suchen die Produzenten Nora Wells (Catherine Keener) und Frank Stokes (Jon Stewart) nach einem neuen Gesicht mit blütenreiner Weste. Sie stoßen schnell auf den grundguten Sheldon Mopes (Edward…

  • Adaption (USA 2002)

    Das Gespann Spike Jonze und Charlie Kaufman gilt seit ihrem grotesken Geniestreich „Being John Malkovich“ (1999) als die filmische Innovation Hollywoods. Die brillanten Drehbücher Kaufmans, der neben oben erwähntem Kinodebüt Jonzes auch die Filme „Human Nature“ und „Confessions of a Dangerous Mind“ skriptgemäß versorgte, gehen Hand in Hand mit der vollendeten Visualisierung des ehemaligen Musikfilmregisseures…