Special Terminator C.I.A. (USA 1986)

specialterminatorciaUnd noch ein Film aus dem Orkus der TV-Historie. Diesmal sogar zu Recht vergessen. „Special Terminator C.I.A.“ schleift eines der offensichtlichsten Vorbilder bereits im deutschen Titel hinter sich her. Also wieder ein Maschinenmensch auf Krawalltournee. Geld für ansehnliche Effekte war keines da. Also wurde alles in Heimarbeit erledigt, mit ein paar aus den Siebzigern ins Folgejahrzehnt geretteten Frisuren toupiert und mit Robert Conrad, dem ´Papa Boeington´ aus „Pazifikgeschwader 214“, aufgepeppt. Der darf sich als Regierungsagent außer Dienst an die Fersen des flüchtigen Blecheimers heften.

Der hört auf den Namen Robert Golem (Richard Young, „Final Mission“) und wird, weil dessen verstorbener Erfinder zu Lebzeiten nicht alle Tassen im Schrank hatte, als Instrument eines perfiden Racheplans benutzt. Also läuft Robbi Amok und killt sich ein paar Staatsdiener, worunter auch die ehemalige CIA-Bedienstete Mary (Karen Austin, „Die Würger von Hillside“) zu leiden hat. Mit dem von Conrad gespielten Henry Stanton macht sie sich auf die Suche nach dem Roboter, der in der Zwischenzeit sein mechanisches Herz an Jessica Nelson („Masters of the Universe“) verloren hat.

Der von Sandor Stern („Amityville Horror 4“) geschriebene und umgesetzte Sci-Fi-Action-Thriller ist gediegener, von der Zeit bereits im Produktionsjahr 1986 überholter Mattscheiben-Trash mit einem beachtlichen Grad an unfreiwilliger Komik. Weil Robert – wie viele Männer auch – das Hirn Richtung Unterleib sitzen hat, bastelt er sich im Kolonialwarenladen einen schmissigen Kugelschutz und klemmt ihn sorglos unter die hochfahrbare Bauchdecke. Das sieht nicht nur dufte aus, es hält auch bei Laune. Hohes Tempo fährt Stern nicht, schließlich geht es auch um die Schonung des damals bereits 51 Lenze zählenden „Stars“ Robert Conrad.

Jener weiß wieder alle Sympathien auf seiner Seite, was angesichts der steifen Darbietungen der meisten Kollegen auch keine Besonderheit darstellt. Der Blechmann mit der hölzernen Mimik hat selbstredend großes vor, aber auch einen Schwachpunkt, der auf die gnädige Selbstzerstörung pocht, wenn es das Skript zum Happy End denn verlangt. So brummkreiselt Robert letztlich so lange, bis er explodiert. Achtbar aus der Affäre zieht sich hier niemand. Die Elite der Wissenschaft hockt entweder vor blinkenden Schalttafeln oder stelzt durch Dekors, die selbst den Neunzehnsiebzigern peinlich wären. Auf seine Art putzig, daneben aber auch reichlich altbacken.

Wertung: (4 / 10)

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