Sick Of It All – Life On the Ropes (2003, Fat Wreck)

sick-of-it-all-life-on-the-ropesMit „Life On the Ropes” veröffentlicht das sympathische New Yorker Hardcore-Urgestein SICK OF IT ALL Album Nummer acht, welches gleichsam den dritten über Fat Wreck vertriebenen Longplayer markiert. Und wohl kaum eine andere Formation dieser Gangart verfügt über einen vergleichbaren Status wie SICK OF IT ALL, bedingt durch schier unerschöpfliche Ausflüge in alle Teile der Welt und konstant herausstechende Platten, wobei selbst das kurzzeitige Major-Gastspiel in Form von „Scratch the Surface” der Integrität des Quartetts nichts anhaben konnte.

Darüber hinaus verfügen die Gebrüder Lou und Pete Koller sowie deren Weggefährten Craig Setari und Armand Majidi über eine gehörige Portion Charisma, die gerade hierzulande in steter Folge die Versuchung schürt, SOIA auch bei der unzähligsten Visite in deutschen Clubs noch persönlich erleben zu wollen. Nun, knapp drei Jahre nach dem letzten Studioausflug, stehen 16 neue Songs, vorgetragen in eindrucksvoll anmutenden 38,5 Minuten, in den Startlöchern, um das Erbe von „Yours Truly” anzutreten. In diesem Sinne gehen SOIA denn auch eine ganze Spur wütender, ungeschliffener und rauher zu Werke, als es auf den beiden Vorgängern der Fall war, was „Life On the Ropes” schon frühzeitig zur bislang besten Fat Wreck-Veröffentlichung der Band macht.

Ein Schlagzeug wie ein Vorschlaghammer, begleitet von einschneidendem Bass und energiegeladener Gitarre, überschattet vom prägnanten Gesang Lou Kollers, gestalten SICK OF IT ALLs neuesten Streich als in jeder Hinsicht gelungen, sei es die sich angenehm im Studioschmutz suhlende Produktion, die über jegliche Zweifel erhabenen Texte oder zum mitgrölen animierende Tracks wie das ohrfeigende „Paper Tiger (Fakin’ the Punk)”, das hymnische „For Now” oder das bretternde „Butting Heads”, nebenbei untermalt von eher experimentellen Stücken wie „Sh@t Sandwich”. SOIA führen auch mit „Life On the Ropes” ihr Schaffen in Sphären neuerlicher Höhen und unterstreichen somit einmal mehr die Notwendigkeit ihres Bestehens in der Musikindustrie.

Wertung: (8 / 10)

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