Sharknado 3: Oh Hell No! (USA 2015)

sharknado-3„I’m going to kill all of ’em, every last one of ’em.“ – Nova

„Tried that three times. Didn’t seem to work.“ – Fin

Die Haie fliegen wieder. Das Gesetz der Serie will es so. Vom Erfolg ihres Trash-Selbstläufers „Sharknado“ beflügelt, reizen die Schundschmiede The Asylum und der TV-Sender Syfy das Konzept gefräßige Haie über Amerika bringender Wirbelstürme konsequent aus. Das gewohnt schmale Budget steht der Erfüllung des „Höher, schneller, weiter“-Prinzips nicht im Wege. Ganz im Gegenteil, lässt es Anthony C. Ferrante doch mit jedem neuen Teil ein Stück absurder krachen und sorgt in den sozialen Netzwerken regelmäßig für rege Beteiligungsstürme. Das führt bei Part drei sogar so weit, dass die Zuschauer darüber entscheiden dürfen, ob eine der Hauptfiguren am Ende das Zeitliche segnet oder nicht.

Aber der Reihe nach: Nach einleitender James Bond-Parodie, bei der Ex-„Beverly Hills 90210“-Star Ian Ziering standesgemäß die Kettensäge schwingt, geht es mit Comic-Vorspann und dem bekannten, von Ferrante co-verfassten Titelsong weiter. Auch der erste Haiangriff lässt nicht lange auf sich warten. Zierings Fin Shepard, anerkannter Held und Sharknado-Experte soll im Weißen Haus für seine Verdienste um die Sicherheit der Nation geehrt werden – natürlich mit einer goldenen Kettensäge! Als der nächste verheerende Sturm aufzieht und Killerfische durch den Amtssitz von Präsident Robbins (Mark Cuban, „Entourage“) jagt, rettet Fin dem mächtigsten Mann der freien Welt das Leben und darf auf Knien rutschend aus zwei Maschinengewehren feuern. Trash-Herz, was willst du mehr?

Eine Story ohne Längen vielleicht. Aber die gibt es auch diesmal nicht. Nach dem furiosen Vorlauf begibt sich Fin eilig nach Florida, wo seine schwangere Gattin April (Tara Reid, „Vipers“) – mittlerweile mit ausfahrbarer Trennscheibe in der Handprothese – mit Mutter May (Ex-Sexsymbol Bo Derek, „Orca – Der Killerwal“) und Tochter Claudia (Ryan Newman, „See Dad Run“) im Universal-Freizeitpark weilt. Nur wird die US-Ostküste von verschiedenen zu einem Supersturm fusionierenden Sharknados bedroht. Unterwegs stößt Fin auf die von ihm in Teil eins gerettete Nova (Cassie Scerbo, „Beast of the Bering Sea“), die sich nach seinem Vorbild zur schlagkräftigen Hai-Jägerin gemausert hat. Als jedoch alle Maßnahmen versagen, ruft Fin Astronauten-Vater Gilbert (David Hasselhoff, „Piranha 2“) zu Hilfe, um der wachsenden Gefahr per Lasersatellit Einhalt zu gebieten.

Die Effekte rangieren neuerlich zwischen halbwegs gelungen und lachhaft. Aber nichts anderes erwartet man von einem Streifen dieses Kalibers. Die omnipräsente Ironie und allerlei Anspielungen (u.a. auf „Der weiße Hai“) sorgen abermals für Kurzweil, das bei aller Übertreibung kaum variierte Szenario zeigt auf Dauer jedoch zunehmende Abnutzungserscheinungen. Beachtlich ist allerdings einmal mehr die Besetzung, die in Nebenrollen und Cameos etwa den amüsant bizarr dahinscheidenden Frankie Muniz („Malcolm mittendrin“), TV-Hulk Lou Ferrigno, Michael Winslow („Police Academy“), Kellita Smith („Z Nation“), „Game of Thrones“-Schöpfer George R.R. Martin und die „SchleFaZ“-Moderatoren Oliver Kalkofe und Peter Rütten aufbietet. Für amüsanten Nonsens mit Haien im luftleeren Raum, Laserschwert-Kettensäge und Geburt im Fischmagen reicht das allemal. Und da das Ende offen bleibt, dürfte die nächste Runde nicht lange auf sich warten lassen.

Wertung: (4 / 10)

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