Zombie Shark (USA 2015)

zombie-sharkHaie! Überall Haie! Sie fallen vom Himmel, lauern in Sand oder Schnee, kommen als Geist aus dem Putzeimer oder begeben sich als Hybrid mit Oktopus-Tentakeln auf Opferfang. An krausen Ideen mangelt es dem Sharksploitation-Subgenre wahrlich nicht. Wohl aber an Qualität, die über trashiges Einerlei hinausreichen würde. Davon kündet auch „Zombie Shark“, bei dem der Titel einmal mehr alles aussagt, was es über den Plot zu wissen gilt. Dabei ist der Beginn dieser Syfy-Produktion nicht einmal übel geraten. Die Darsteller rangieren über Durchschnitt und selbst die Dialoge sind nicht völlig missraten. Doch dann kommt der untote Killerfisch und das Grauen nimmt auf mehr als nur eine Weise seinen Lauf.

Um seiner Holden Amber (Cassie Steele, „Degrassi“) eine Überraschung zu bereiten, bucht ihr Freund Jenner (Ross Britz, „SnakeHead Swamp“) ein Entspannungswochenende auf einer kleinen Insel im Golf von Mexiko. Das Sparangebot gilt jedoch für vier Personen, so dass Ambers jüngere Schwester Sophie (Sloane Coe, „Ghost Shark“) und Kellnerkollegin Bridgette (Becky Andrews, „Redneck Island“) ebenfalls mit von der Partie sind. Auf dem Eiland ist die Urlaubsstimmung allerdings schnell verflogen. Denn das gebuchte Ressort ist arg heruntergekommen und die unweit aus dem Wasser ragende klobige Forschungsstation sorgt auch nicht gerade für Entspannung. Abwechslung verspricht lediglich ein am Strand angespülter toter Hai. Nur entpuppt der sich bei näherer Betrachtung als quicklebendig.

Geschuldet ist die Zombifizierung des Tieres einem fehlgeschlagenen Experiment von Dr. Palmer (Laura Cayouette, „Plane Dead“). Die hatte die Regeneration von Zellen im Sinn, muss nun aber alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Katastrophe zu verhindern. Na gut, eigentlich ist es nur ein Hebel, nämlich Soldat Cage (Jason London, „Monsterwolf“). Der soll den Hai erledigen, was deutlich erschwert wird, als der untote Killerfisch Artgenossen und Menschen in blutgierige Wiedergänger verwandelt. Bedauerlicherweise folgt Misty Talleys (als Cutterin u. a. an „Arachnoquake“ und „Ghost Shark“ beteiligt) Streifen dabei nur generischen Formeln des Zombie-Genres und lässt eigene – oder zumindest angenehm absurde – Ideen sträflich vermissen.

Die CGI wirken nicht nur unfertig, sondern hochgradig schlampig und um die vereinzelt eingesetzten Modelle ist es kaum besser bestellt. Spaß mag da keiner aufkommen. Selbst die sporadische Grotesk-Gewalt – Höhepunkt ist die Machetenattacke des in ironischer Anspielung auf „Der weiße Hai“ Bruce genannten Räubers – verpuffen angesichts der nutzlosen dramatischen Anflüge um die ständig besorgte Amber und ihre im heimischen Wohnzimmer um die Töchter bangenden Eltern. Damit unterbietet dieser Hai-lige Stumpfsinn selbst das übliche Syfy-Monsterramsch-Niveau. Dagegen geht selbst „Ghost Shark“ glatt als Hochgenuss durch. Aber so lange Hybrid-Haie und andere Flossen-Viecher noch Quote garantieren, wird der Niedergang des Tier-Horrors auf der Mattscheibe unvermindert fortgeführt werden.

Wertung: (2 / 10)

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