Rock Star (USA 2001)

rock-starIn der Neuauflage vom „Planet der Affen” weigerte sich Mark Wahlberg noch, halbnackt durchs Bild zu rennen, wie es seinerzeit Charlton Heston tat. Seinen zahlreichen weiblichen Fans sei gesagt, dass der Mann in „Rock Star” eigentlich nichts anderes tut, auch wenn sein Outfit sicherlich nicht den Geschmack der heutigen Jugend treffen wird. Wahlberg mimt den jungen Chris Cole, für den seine Lieblings-Rockband „Steel Dragon” alles ist. Er identifiziert sich mit deren Sänger und singt auch noch in einer Cover-/Tribute-Band.

Als er eines Tages das Angebot von der Band bekommt, deren neuer Sänger zu werden, wähnt sich Chris am Ende seiner Träume. Doch das wilde Tourleben fordert auch seinen Tribut. So steht seine Freundin Emily (Jennifer Aniston) das ganze nach einiger Zeit nicht mehr durch und kehrt nach Hause zurück. Chris genießt erst einmal das weitere Leben, doch auch ihm kommen nach einiger Zeit Zweifel.

Regiesseur Stephen Herek war bisher für so belanglose Filmkunst wie „Die 3 Musketiere” oder „Der Guru” verantwortlich und auch „Rock Star” ist im Endeffekt nichts anderes als ein belangloser, aber nicht langweiliger Film, den man dennoch am nächsten Tag bereits vergessen hat. Doch bis dahin wird ordentlich in die Klischeekiste des Rock´n´Roll gegriffen. Nichts wird ausgelassen, seien es die wilden Orgien vor oder nach dem Konzert, Alkoholexzesse oder zertrümmerte Hotelzimmer. Natürlich darf da auch der obligatorische Wurf eines Fernsehers aus dem Hotelfenster nicht fehlen.

Das ist alles nicht grade tiefsinnig, was Stephen Herek da gezaubert hat, doch gerade Recken aus der 80er Jahre Metal-/Hardrock-Ecke dürften ihren Spaß an dem Film haben. Und das nicht nur wegen dem doch recht gelungenen Soundtrack. Mit-produziert wurde das Ganze von George Clooney, der seit „Three Kings” nicht mehr von Wahlbergs Seite zu weichen scheint. Wahlberg übrigens gibt seine Rolle mit selten bei ihm erlebten Enthusiasmus. Wer also mal wieder die Matte schwingen will, sollte sich „Rock Star” auf jeden Fall mal geben. Nicht so tiefsinnig und amüsant wie „Almost Famous”, doch für kurzweilige 90 Minuten reicht es allemal. Aber die Kutte nicht vergessen!

Wertung: 5 out of 10 stars (5 / 10)

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