Raging Sharks (USA/BG 2005)

raging-sharks„Mike listen, they’re everywhere. You got to get back.”
„I can’t, it’s too many of them.”

Nachdem seine Karriere als „Parker Lewis“ vielversprechend begonnen hatte, verabschiedete sich Corin Nemec bald auf die Bühne der B-Produktionen. Sein jüngster Auftritt in der „Deep Blue Sea“-Verramsche „Raging Sharks“ steht Darbietungen wie in „The Process“ an qualitativen Niederungen in nichts nach. Ohnehin kommen nur Trash-Freunde auf ihre Kosten, dafür bürgt allein die finanzierende Produktionsstätte Nu Image. Nach deren prägenden Erfahrungen mit „Sharkman“ ist es nun ein ganzes Rudel angriffslustiger Haie, die zur Attacke auf das Zwerchfell des Zuschauers blasen.

Alles beginnt mit der Einstellung eines durch die Weiten des Weltalls gleitenden Raumschiffsmodells. Da wir uns aber nicht in der Resteverwertung von „Krieg der Sterne“ und „Alien“ bewegen, kollidiert das außerirdische Gefährt mit einem anderen und wird im gleißenden Licht einer schlecht getricksten Explosion zerstört. Wie es Zufall und Drehbuch so wollen, gerät ein Wrackteil in die Umlaufbahn des Planeten Erde und reißt auf seinem Weg ins kühle Nass des Bermuda-Dreiecks gleich noch ein russisches Schiff mit in die peitschende See. Eine dabei freigesetzte Substanz verwandelt die ansässigen Haie in reißende Killermaschinen. So weit, so stupide.

Fünf Jahre später wird die putzige Modellvielfalt durch eine Forschungsstation auf dem Meeresgrund ergänzt. Die dort tätigen Wissenschaftler hadern mit beschränkten finanziellen Mitteln und veralteter Ausrüstung, als sich die Meeresräuber auch schon zum Angriff formieren. Ungleich mehr Vergnügen als die Studiokulissen bereiten die computergetricksten Haie – im Nahkampf gern unterstützt durch Naturaufnahmen und mechanische Modelle. Nach einer ersten Attacke ist die Sauerstoffzufuhr zur Basis unterbrochen. Während die Eingeschlossenen um ihr Leben fürchten, naht Projektleiter Mike (Corin Nemec) per U-Boot zur Rettung.

Dialoge, Dramaturgie, Darsteller – bei „Raging Sharks“ rangiert nicht nur der Plot unter Normalnull. Regisseur Danny Lerner („Shark Zone“) serviert einen Cocktail bewährter Genrezutaten und kocht selbige von „Der weiße Hai“ bis „Abyss“ uninspiriert auf. Des Unterhaltungswertes wegen folgen blutigen Fressattacken Jagdspiele mit dem garstigen Regierungsbeamten (Todd Jensen, „Sabertooth”) auf der Forschungsstation. Die einfältigen Dialoge werden damit kaum aufgewogen. Der sinnfreie Mischmasch aus Science-Fiction und Tier-Horror, der in weiteren Rollen mit Vanessa Angel („Made Men“) und „Dentist“ Corbin Bernsen daherkommt, verfügt über (unfreiwillig) komische Momente, bleibt im Gegenzug aber einzig Unterhaltungsmaßgabe für die deliriösen Stunden des Lebens.

Wertung: 3 out of 10 stars (3 / 10)

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