Sharktopus vs. Pteracuda (USA 2014)

Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis Sharktopus wiederkehren würde. Die auf Lamberto Bavas „Der Monster-Hai“ (1984) zurückgehende Mischung aus Hai und Oktopus wurde vom nimmermüden B-Produzenten Roger Corman („Attack of the Crab Monsters“) 2010 für die Mattscheibe aus der Mottenkiste gekramt. Vor Urlaubspanorama durfte die Kreatur zum monotonen Fressmarathon ausholen und die gesichtslose Darstellerriege dezimieren. Das Ende des Ungeheuers bedeutet aber auch diesmal nicht das Ende der Geschichte. Denn wenn das Publikum mitspielt, sind Fortsetzungen die logische Konsequenz.

Bei Sharktopus folgt sie dem Trend sich duellierender – und durch ein „vs.“ gegenübergestellter – Grotesk-Monstrositäten. Der Vorteil dieses Schemas ist, dass man im Grunde keine Geschichte erzählen muss. Nach Einführung der gefährlichen Viecher vertilgen diese erst einmal für sich dumpfe Randgestalten, ehe die zwangsläufigen Heldenvisagen dafür sorgen, dass es zum Zweikampf der Hybriden kommt. Einen Mad Scientist braucht es dabei natürlich auch. Nachdem dieser Part im Vorgänger an Eric Roberts ging, ist es nun an Robert Carradine („Humanoids From the Deep“), in die Schöpfung einzugreifen und für anhaltende Gefahr zu sorgen.

Daraus entsteht Pteracuda, eine wirre Mixtur aus Flugsaurier und Raubfisch. Die soll als Waffe der Zukunft die Kriegsführung revolutionieren, kommt bei einem Testflug aber abhanden, als ein abtrünniger Angestellter von Carradines Genwissenschaftler Rico Symes die Steuerungseinheit manipuliert. Ziel der Übung ist die Veräußerung des Ungetüms an Terroristen. Beim Wiederbeschaffungsversuch stoßen Symes und Sicherheitsleiter Hamilton (Rib Hillis, „Piranhaconda“) auf Meeresbiologin Lorena (Katie Savoy, „Crush the Skull“), die aus den Überresten des ersten Sharktopus einen Eiersack bergen konnte. Im marinen Freizeitpark ihres Onkels zieht sie ein Exemplar auf, das Symes jedoch an sich reißt, um Pteracuda zu fangen.

Dabei bleibt grundlegend alles beim Alten: billige CGI treffen auf trashigen Nonsens und Fun-Splatter. Diese Mischung überzeugte offenbar auch Talkmaster Conan O’Brien, so dass er in einem absurd schnöseligen Kurzauftritt den Kopf verliert. Völlige Übertreibung ist unter Regisseur Kevin O’Neill („Dinoshark“) oberste Prämisse und sorgt abseits gedehnter Füllszenen auch diesmal für ein paar solide Lacher. Darstellerisch sticht Robert Carradine hervor, der sich in der Rolle des arroganten Kotzbrockens sichtlich gefällt. So trägt der comichafte Anstrich das Thema fernab von echten Qualitätsmaßstäben auch in zweiter Instanz. Beim Zweikampf der Monster darf sich Sharktopus in Anlehnung an Godzilla partiell sogar als der Gute entpuppen. Insgesamt wenig aufregender, aber doch durchaus vergnüglicher Creature-Unfug auf der Höhe der Sharksploitation-Welle.

Wertung: (3,5 / 10)

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