The Flatliners – Dead Language (2013, Fat Wreck)

flatlinersdeadlanguageDer Stempel des Geheimtipps ist bei den kanadischen Vorzeige-Punkrockern THE FLATLINERS schon längst verblasst. Zwar sieht man in ihren Gesichtern noch immer die jugendliche Unbekümmertheit aus den Anfangstagen, auf der Bühne jedoch mutiert das Quartett zum souveränen Feierbiest, bei dem Genie und Wahnsinn dicht beieinander liegen. Mit Album Nummer Vier dreht das Plattenkarussell nun eine weitere, völlig überzeugende Runde. Wer aber hat hier etwas anderes erwartet!?

Zuerst einmal ist „Dead Language“ die Fortführung ihrer bisherigen Alben. Wer Experimente erwartet wird somit enttäuscht sein. Alle anderen dürfen im Minutentakt die Fäuste in gewohnter Manier recken. Ihr Punkrock kommt seit jeher rau und melodisch um die Ecke. Von den ohnehin nur noch ganz seltenen Ska-Passagen hat man sich nun endgültig verabschiedet. Lässig ist als Beschreibung für das Album ein sicherlich gutes wie passendes Wort. Andere Bands müssen sich für so ein Album strecken und klingen dadurch vielleicht etwas gekünstelt. THE FLATLINERS machen einfach und klingen weiterhin unbekümmert und vor allem frisch. Unterm Strich stehen wenigstens ein halbes Dutzend potentieller Hits. Hymnisch und rau stechen vor allem „Ashes Away“ oder „Drown In My Blood“ hervor, während „Caskets Full“ einen gemäßigteren, wenngleich unglaublich melodischen, Eindruck hinterlässt.

Andere Bands mögen (noch) die größeren Namen inne haben. Aber das könnte sich irgendwann ändern. Denn ganz bestimmt gehört diese Band nicht erst mit diesem Album zum besten und packendsten, was der Punkrock derzeit zu bieten hat.

Wertung: (8 / 10)

scroll to top