Old Man Markley – Guts N’ Teeth (2011, Fat Wreck)

old-man-markley-guts-n-teethNun hat also auch Fat Mike das Tanzen für sich entdeckt, denn anders ist eine Band wie OLD MAN MARKLEY eigentlich nicht zu erklären. Im Rooster von Fat Wreck hat die neunköpfige Band zumindest gleich einen gewissen Exotenstatus. Die Mischung aus Punk und Folk ist zwar nichts neues, aber die Wurzeln von OLD MAN MARKLEY liegen eher im Country und Americana, als in Irland oder auf dem Balkan. In bester Square-Dance-Manier lässt die Band mit dem Opener „For Better For Worse“ das Stimmungsbarometer steigen. Gutes Tempo, ein eingängiger Refrain und etliche Instrumente, die man einfach nicht täglich zu hören bekommt. Hier sind es unter anderem Geige, Banjo und ein Waschbrett.

Mit Blick auf die Tanzfläche folgt gleich „At the Bottom“, wobei man diesen Song auch auf jedem Scheunenfest in Wisconsin spielen könnte. Den ersten ruhigeren Song markiert der Titeltrack „Guts N’ Teeth“, der in bester Singer/Songwriter-Manier und späterem Akkordeon-Einsatz vorgetragen wird. „Country mit Schmackes“ könnte die Kurzbeschreibung von „Do Me Like You Do“ sein, hier übrigens im Wechsel von männlichem und weiblichem Gesang. Nicht minder tanzbar ist „In a Circle Going Round“, während „Letterman“ ein mehr klassisch rockiger Country-Song ist. Insgesamt wirkt das Album ausgewogen, wobei die tanzbaren, schnelleren Songs natürlich etwas mehr haften bleiben. Ob OLD MAN MARKLEY nun zu den nächsten FLOGGING MOLLY werden, bleibt abzuwarten, mit „Guts N’ Teeth“ zumindest legt die Band ein nettes Gute-Laune-Album vor. Vorausgesetzt natürlich, man mag diese ganze Folk-Schiene.

Wertung: (6,5 / 10)

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