Mission Adler – Armour of God 2 (HK 1990)

mission-adlerTausendsassa Jackie Chan auf den Spuren von Indiana Jones. In „Mission Adler“, der seinerzeit teuersten Hongkong-Produktion aller Zeiten, begibt er sich auf die turbulente Jagd nach Nazigold in der Sahara. Die spektakuläre wie ebenso alberne Fortsetzung des Abenteuerfilms „Der rechte Arm der Götter“ verbindet abermals waghalsige Stunts, brillant choreographierte Martial-Arts und infantilen Humor. Bauklötze staunen lässt die furiose Action, für die Chan fortwährend seine Knochen riskierte. Wie so oft ging das nicht ohne Blessuren vonstatten. Bei einem verpatzten Sprung brach er sich gar den Schädel.

Der Auftakt ist derselbe wie im Vorgänger. Wieder stibitzt Abenteurer Jackie einem Naturvolk ein heiliges Artefakt und flüchtet auf denkbar irrwitzige Weise, wenn er sich in einem schützenden Gummiball von einem Berghang stürzt. Während eines Erholungsurlaubs in Spanien wird er mit der Suche nach dem im Wüstensand verborgenen Schatz beauftragt. Begleitet wird er dabei von Archäologin Ada (Carol Cheng, „Ultra Force 4“) sowie Elsa (Eva Cobo, „Matador“), der Nachfahrin eines deutschen Offiziers. In Afrika stößt noch die japanische Weltenbummlerin Momoko (Shôko Ikeda, „Divide“) zu ihnen.

Ganz der Hahn im Korb, buhlen die drei Schönheiten bald um die Gunst ihres schlagkräftigen Begleiters. Neben diesen plagen Jackie aber noch ganz andere Sorgen, stehen neben Sklavenhändlern und Freischärlern doch auch noch die Schergen eines mysteriösen Verfolgers zwischen ihm und der unterirdischen Basis, in der sich das Gold befinden soll. Nach beschwerlicher Odyssee treffen die verschiedenen Interessensparteien dort am Ende aufeinander, was neben diversen Reibereien als Höhepunkt einen Schlagabtausch im Windkanal forciert.

Den sichtlichen Spaß an der Sache ließ sich Chan auch nicht von deutlich überschrittenen Zeit- und Finanzvorgaben verderben. Über zwei Jahre zogen sich die Dreharbeiten des umgerechnet 15 Millionen US-Dollar teuren Asien-Blockbusters hin. Gelohnt hat sich der Aufwand sicher, denn „Mission Adler“ ist ein für asiatische Verhältnisse bemerkenswert aufwendiger Film, bei dem Ausstattung und Tricks gleichermaßen überzeugen. Auf den dünnen Plot trifft das jedoch nicht zu, der die Affinität des Regisseurs zu klassischem Slapstick doch zeitweilig überstrapaziert. Ein großes Vergnügen bleibt das Abenteuer-Spektakel dennoch.

Wertung: (7 / 10)

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