Midtown – Forget What You Know (2004, Columbia)

midtown-forget-what-you-wantDa ist er nun, der nicht frei von freudiger Erwartung überschattete dritte Langspieler des sympathischen Kalifornischen Quartetts MIDTOWN. Versehen mit dem Titel „Forget What You Know” tritt jener die Nachfolge des 2002 erschienenen Albums „Living Well Is the Best Revenge” an. Mittlerweile ins interkontinental übergreifende Lager von Columbia Records übergesiedelt, lassen MIDTOWN die unbeschwerten Klänge von Hitsongs des Kalibers „Just Rock and Roll”, „Let Go” oder „Become What You Hate” durchgängig vermissen. Statt klebrig-süßem Pop-Punk-Appeal setzen MIDTOWN auf ihrem neuesten Werk vornehmlich auf erhöhte Einflüsse des Indie-Rock und vollziehen eine durchaus konsequente Annäherung an das Lager von JIMMY EAT WORLD.

Gut zu Gesicht steht MIDTOWN dieser umfassende Kurswechsel allemal, sucht der beliebte Vierer doch besser auf derlei Pfaden sein Seelenheil, als im regressiven Fahrwasser hinlänglich bekannter Strukturen ihre kreativen Ambitionen zu Grabe zu tragen. So entfalten MIDTOWN ihr Hitpotential vorwiegend auf subtilerer Ebene, lassen temporeiche Tracks wie den Opener „To Our Savior” eher im Glanze aufbegehrender Seltenheit erstrahlen. Spätestens beim abschließenden Beitrag „So Long As We Keep Our Bodies Numb We’re Safe”, wenn MIDTOWN endgültig den individualistischen Wesenszügen von JIMMY EAT WORLD und deren gemächlich ausklingendem „Goodbye Sky Harbor” ihre Aufwartung machen, schleicht sich jedoch ein fader Beigeschmack von allzu kalkulierter musikalischer Beflissenheit ein. Für Freunde der einstigen Ausrichtung bildet „Forget What You Know” somit sicher kein absolutes Muss, garantiert jedoch ausreichende Abwechslung, um auch den Befürwortern von MILLENCOLIN & Co. ein gefälliges Lächeln abzuringen.

Wertung: (6,5 / 10)

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