Like Pacific – Distant Like You Asked (2016, Pure Noise Records)

Als LIKE PACIFIC anno 2015 ihr selbstbetiteltes Pure-Noise-Debüt vorlegten, war der Aha-Effekt überraschend groß. Denn die EP der Kanadier brachte genug ungezügelte Power mit, um den Glauben an die (Indie-)Strahlkraft des Pop-Punks zurückzubringen. Der ein Jahr später präsentierte Albumerstling „Distant Like You Asked“ stärkte den positiven Eindruck. Allerdings verfügt die Platte neben amtlichen Tempoverstößen über rockige Momente des Innehaltens, die nicht selten den Geist des klassischen Emo-Punks bemühen (siehe bspw. den Titeltrack oder „Worthless Case“).

An schmissigen, von Singalong-Refrains geprägten Hits mangelt es der Scheibe jedenfalls nicht. Zu ihnen zählen das eröffnende „Richmond“, „22a“, „Hang“ oder „Scarred“. Ein großer Pluspunkt ist bei den zehn durchweg ansprechenden Songs der Gesang Jordan Blacks, der noch immer das leicht plärrige, dabei jedoch stets melodische Moment in der Stimme in den Vordergrund rückt. Als Inbegriff der Originalität ist „Distant Like You Asked“ kaum zu verorten. Doch wissen LIKE PACIFIC einfach, wie man eingängige, ausreichend variierte Lieder schreibt und diese fest im Ohr verankert. In diesem Sinne: klasse Scheibe!

Wertung: (7,5 / 10)

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