Lake Placid 2 (USA 2007)

lakeplacid2Sony Pictures hat sich in der Sparte der DVD-Erstveröffentlichungen der Fortsetzung (mehr oder weniger) populärer Kinofilme verschrieben. Selbst wenn das fertige Produkt, wie im Falle von „8MM 2“, nichts mit dem Original zu tun hat, so erregt doch allein der Titel die Aufmerksamkeit des Zuschauers. Zudem sind die kostensparend für TV- oder Videomarkt produzierten Nachträge meist routiniert umgesetzt, so dass zwar keine Begeisterung aufkommt, der Unterhaltungswert aber immerhin moderat bleibt. „Lake Placid 2“ ist da anders.

Die Wiederaufbereitung des humorvollen Krokodil-Horrors tut so, als hätte es den ersten Teil nicht gegeben. Denn die Überraschung könnte kaum größer sein, als der Schuldige eines grausamen Mordes als groß gewachsenes Reptil identifiziert wird. Wer das Original gesehen hat, der erinnert sich an die schrullige Oma, die am Ende mit gleich mehreren frisch geschlüpften Raubtieren am titelgebenden Gewässer planschte. Eben jene sind nun ausgewachsen und selbst auf Beute aus, was für manch verlustiertes Körperteil und schaurige Computertricks sorgt.

Den Bestien auf der Spur ist Sheriff Riley (John Schneider, Supermans Ziehpapa aus „Smallville“) nebst Ex-Flamme, der Wildhüterin Emily (Sarah Lafleur, „Shall We Dance?“) und dem aufschneiderischen Jäger Struthers (Sam McMurray, „Lucky Numbers“). Anfangs versuchen sie es noch mit gewaltlosen Fangversuchen. Als die aber fehlschlagen und weitere Menschen ihr Leben einbüßen, geht es den Riesenkrokodilen mit schwerem Kaliber ans Leder. Derweil campiert Rileys vor Ort urlaubender Sohnemann mit der einheimischen Jugend am See. Wer da zum Essen vorbeischaut, liegt auf der Hand.

Das Problem von David Flores’ („Boa vs. Python“) halbgarem Monstermurks ist nicht die akute Vorhersehbarkeit oder die unterirdischen Tricks – selbst Struthers Wasserflugzeug entstammt sichtbar dem Rechner –, sondern die zehrende Einfallslosigkeit. Es geschieht einfach nichts Sehenswertes. „Lake Placid 2“ langweilt sich mit Pixelblut, blanken Brüsten und ein paar makaber humoristischen Spitzen dem Ende entgegen, ohne das dies streng nach Vorlage gefertigte Machwerk je die überzogene Unterhaltsamkeit des Originals erreichen würde. Ein Tierhorrorfilm von arg bescheidener Qualität.

Wertung: (3 / 10)

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