Highlander – Die Quelle der Unsterblichkeit (USA 2007)

highlander-5Ursprünglich konnte es nur einen geben. Das war 1986. Der unsterbliche „Highlander“ aber war erfolgreich und brachte es über die Jahre gar zum Klassiker. Zwangsläufig folgten drei Fortsetzungen, eine Trick- und eine Realfilmserie sowie ein Anime. Der originale Hauptdarsteller Christopher Lambert blieb die Galionsfigur des Franchises, verlor in „Endgame“ aus Frust, Scham oder purer Langeweile jedoch selbst den Kopf. Es blieb TV-Abklatsch Adrian Paul („No Way Up“), der in „Die Quelle der Unsterblichkeit“ endgültig zur Hauptfigur aufsteigt. Mit arg bescheidenem Resultat.

Der von ihm verkörperte Duncan MacLeod bekommt es im fünften Teil der Reihe nicht mit einem Gegner im Sinne der Vorgänger zu tun. Überhaupt nimmt der von „Virtuosity“-Regisseur Brett Leonard für karges Handgeld im Osten Europas heruntergekurbelte Aufguss kaum Bezug zum eigentlichen Ursprung der Saga. Zwar werden auch diesmal wieder die Klingen gekreuzt, schließlich ist den Unsterblichen noch immer einzig durch Enthauptung beizukommen, doch gilt das Augenmerk der Protagonisten der sagenumwobenen Quelle der Unsterblichkeit.

Ein erlesener Zirkel von Kriegern, darunter der altgediente Peter Wingfield („Catwoman“) als Methos, spürt der Legende nach. Die Bedeutung der Quelle und ihr Hintergrund indes bleiben vage. Ebenso die Handlung. Nur widerwillig schließt sich MacLeod den Suchenden an, um seine sterbliche Ex-Geliebte Anna (Thekla Reuten, „Rosenstraße“), die als prophetischer Wegweiser fungiert, zu beschützen. Erschwert wird das Unterfangen durch den Guardian (Cristian Solimeno, „Unstoppable“), den schier unbezwingbaren Wächter der Quelle. Der sorgt bereits im Vorfeld für verlustierte Häupter, reizt als tuntiger Kraftmeier aber vornehmlich das Zwerchfell.

In seiner akuten Belanglosigkeit wirkt „Highlander – Die Quelle der Unsterblichkeit“ wie ein Nachtrag zur TV-Serie. Als Joe Dawson gibt Jim Byrnes („Edison“) dabei ein letztes Mal den väterlichen Berater MacLeods. Allerdings wird die Chance der Erneuerung durch inhaltliche Wirrungen, Actionarmut und Spannungslosigkeit kläglich vertan. Die optischen Tricks wirken lächerlich, die Intermezzi mit motorisierten Endzeit-Kannibalen sinn- und zusammenhanglos. Die erstmals direkt vollzogene Auswertung als Verleihpremiere wundert da nicht im Geringsten. Trotz offenen Finals und vielen Fragezeichen darf dieser ruhig der endgültig letzte Beitrag zum Thema sein.

Wertung: 3 out of 10 stars (3 / 10)

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