Flying Virus (USA 2002)

flyingvirus„Sieht doch immer nett aus, wenn die Salven gut platziert sind.“ – Ezekial

Abgetakelte Karrieren unter sich: In „Flying Virus“ tummeln sich Rutger Hauer („Blade Runner“), Gabrielle Anwar („Das Leben nach dem Tod in Denver“) und Craig Sheffer („Aus der Mitte entspringt ein Fluss“) im Brasilianischen Busch, drei Schauspieler, denen einst eine (mehr oder weniger) glanzvolle Hollywood-Karriere prognostiziert wurde. Nun gut, Hauer hatte seine großen Auftritte, deren Schein ihn auch während des langjährigen Abtauchens im B-Filmsektor begleitete. Von seinen Filmpartnern hingegen, mit denen er die Mitwirkung in „Turbulence 3“ teilt, kann dies nur bedingt behauptet werden.

Die Anwar spielt Newsreporterin Ann Bauer, die gleich zu Beginn Zeugin wird, wie eine Horde halbnackter Indios eine Baustelle unter militärischem Protektorat attackiert. Der dabei offenbarte Hang zu eher mal sinnfreier Billig-Action (und geklauten Explosionen) wird die zerstreute Plotte auch fortan begleiten. In der darf ein Söldnertrupp unter Führung des zynischen Schlagetots Ezekial (Hauer) genmanipulierte Killerbienen gezielt an den örtlichen Eingeborenen ausprobieren, die mit der mystisch umschmeichelten Prophezeiung vom weißen Retter kontern. Unterdessen plagt sich Anns Ex-Mann Martin (Sheffer) auf seinem Rückflug aus der Region mit einem Schwarm der toxischen Insekten herum.

Ein bisschen Kawumm-Action, ein bisschen Verschwörungs-Thriller, dazu Blaupausen aus Tier-Horror- und Katastrophenfilm, Jeff Hares („A Perfect Little Man“) Sammelsurium der Klischees legt einen Entertainment-Bauchplatscher der besonders trashigen Sorte hin. Dank abstruser Dialoge, lausiger Effekte und überschwänglicher Darstellerleistungen – David Naughtons („American Werewolf“) Auftritt als selbstsüchtiger Arzt sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen – gibt es so immerhin dauerhaft was zu lachen. Eine gepflegte Affinität zu niederem Filmschaffen sollte der geneigte Zuschauer schon mitbringen, belohnt wird er dafür mit ausreichend Humor der unfreiwilligen Sorte. Klasse Schwachsinn für trübe Tage!

Wertung: (3,5 / 10)

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