Don’t Look Up (J/ZA 2009)

dont-look-upUnd ewig lockt der Horrorfilm. Allerdings ist auch „Don’t Look Up“ einer jener schauerlichen Straight to DVD-Streifen, die selbst ungeheuer niedrig gesteckte Erwartungen locker zu unterbieten wissen. Dass „Hostel“-Schöpfer und Gelegenheitsschauspieler Eli Roth in einer Mini-Rolle in Erscheinung tritt, mag für die Vermarktung noch tauglich erscheinen. Zur Reizförderung trägt er allerdings ebenso wenig bei wie die Verpflichtung von Fruit Chan („Dumplings“) als Regisseur.

Der schickt in der japanisch-südafrikanischen Koproduktion eine Filmcrew in die rumänische Einöde, wo ein sagenumwobener, unvollendeter und als verschollen geltender Film über den Pakt einer Zigeunerin mit dem Teufel (also Beng, dem Gypsy-Diablo) an Transsilvanischen Originalschauplätzen nachgedreht werden soll. Die Verantwortung für die Produktion obliegt Marcus (Reshad Strik, „The Hills have Eyes 2“), der von unheimlichen Visionen geplagt wird, die sein für die Einhaltung des Budgets zuständiger Partner Josh („E.T.“ ist lange her: Henry Thomas) als Halluzinationen abtut.

Am Set häufen sich bald mysteriöse Begebenheiten und die zunehmende Heftigkeit von Marcus‘ lebendig scheinenden Episoden – über die er sich eigentlich Inspiration erhoffte – verschrecken das Produktionsteam. Zudem verunfallen schnell die ersten Crewmitglieder und der Zuschauer darf beim prophetischen Fliegensummen hinter der geheimnisvollen Tür im Obergeschoss den Wahrheitsgehalt der Geschichte hinter dem verfluchten Filmprojekt erahnen. Doch Marcus will von seinem Werk nicht lassen und Josh stellt den Schaden von Geld und Prestige vor die Unversehrtheit der Mitarbeiter.

Selbst wenn Chan im Remake des gleichnamigen Debütfilms von „Ringu“-Schöpfer Hideo Nakata heuer den J-Horror zitiert, schieben unfreiwillige Komik, theatralische Mimen – achtbar aus der Affäre zieht sich lediglich der renommierte Nebendarsteller Kevin Corrigan („The Departed“) – und billige CGI-Spukeffekte jedem Spannungsanflug rasch einen Riegel vor. Partielle Explikation mit Schleim und Gekröse können das ganzheitliche Scheitern dieses akut qualitätsresistenten Horror-Heulers auch nicht übertünchen. Da rollt schlussendlich nicht nur die geisterhafte Frauengestalt mit den Augen.

Wertung: (2 / 10)

 

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