Der Grinch (USA 2000)

der-grinchInmitten der zerklüfteten Bergregionen einer Schneeflocke liegt das beschauliche Örtchen Whoville. Die Bewohner von Whoville, die Whos, sind ein oberflächlich naives Völkchen mit Hasenscharte und dazu passender Schnute, für die das Weihnachtsfest der zentrale Generator ihres kleinen Mikrokosmos darstellt. In ihrer abgeschiedenen kleinen Welt scheint nichts dies Idyll trüben zu können… bis auf den Grinch.

Der Grinch (Jim Carrey) ist ein Who der besonderen Art. Er ist grün, haarig und von abgrundtiefer Abneigung gegen das „Fest der Liebe“ geprägt. Und so fristet der alte Miesepeter, der sich am liebsten von verfaultem Gemüse ernährt, sein selbstauferlegtes Exil mit Hund Max auf dem eisigen Gipfel eines Berges nahe Whoville und badet in Selbstmitleid.

Als aber ein kleines Mädchen auf die Idee kommt, den Grinch zur traditionellen Krönung des Zeremonienmeisters einzuladen, eskaliert die Situation durch Bloßstellung des grünen Gesellen durch den Bürgermeister, den eine alte Feindschaft mit dem garstigen Grünling verbindet. Verbittert zieht sich der Grinch zurück in sein Domizil und heckt einen Plan aus, den Whos das Weihnachtsfest gründlich zu verderben.

Regisseur Ron Howard („Apollo 13“) hat das in Amerika sehr populäre Kinderbuch von Dr. Seuss als kitschig-grelles Pop-Art-Märchen auf die Leinwand gebracht und mit Gummigesicht Jim Carrey („Die Maske“) gleich noch die Idealbesetzung verpflichtet. Stilistisch pendelt die Umsetzung des Stoffes irgendwo zwischen „Toys”, Andy Warhol und Tim Burtons „Nightmare Before Christmas”. So ragen besonders die detailverliebten Bauten und Kostüme in den Vordergrund, die die gut aufgelegten Darsteller – darunter Ron Howards Bruder Clint – in jeder Szene glänzend unterstützen.

Darin liegt denn auch das einzige Manko des Films. Des Öfteren hat man das Gefühl, als ob die pompöse Ausstattung den Film mit ihrer optischen Präsens erdrückt. Doch bleibt alles in allem ein vergnügliches Märchen mit viel groteskem Witz und einem Schuss Moral. Für kleine Zuschauer Zu Weihnachten genau das richtige.

Wertung: (7 / 10)

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