December Peals – People Have Demons (2010, DIY/Chorus of One Records/Cargo Records)

Seit Jahren schon sind die DECEMBER PEALS aus Ibbenbüren in der hiesigen Musiklandschaft zu Hause. Auftritte ohne Ende, ein paar Veröffentlichungen und vor allem ein musikalischer Schritt weg vom Pop-Punk der Anfangstage hin zum „erwachseneren“ Rock. Das war im Falle der EP „If You Wanna Be Loud“ wohl auch die größte Überraschung, denn der Mut zur Veränderung glückte auf Anhieb. Seitdem sind aber schon wieder fast zweieinhalb Jahre vergangen. Wo bleibt bei den Jungs nur die Zeit? Ein neues Album gibt es nun aber mit „People Have Demons“, insgesamt ihr zweites und in Eigenregie (unterstützt von Cargo Records und Chorus of One Records) aufgenommen.

Bedeutet das für sie mehr Druck? Wohl kaum, zumindest wenn man den fetzigen Opener „Bad Company“ verfolgt und gleich auch das flotte „The Devil You Know“ nachschiebt. Zwar kann man immer noch meinen, Ingo von den DONOTS würde das Mikro malträtieren, aber das war in der Vergangenheit ja auch schon so. Den Rock’n’Roll-Einschlag hat sich die Band auf jeden Fall warm gehalten. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte „The Devil You Know“ aber auch von den BEATSTEAKS stammen. Nicht dass hier kopiert würde, vielmehr nähert man sich deren Klasse an. Und Klasse hat „People Have Demons“ allemal, wenngleich den DECEMBER PEALS die üppigen Hits (noch) fehlen.

Melodischer, etwas gemächlicher und mit eher untypischen Riffs kommt „Electric“ daher, hymnisch wird es hingegen mit dem noch eingängigeren „Best Of Luck“. Wobei „Epoxia“ dem noch einen draufsetzt. Abwechslung gibt es reichlich. Hier mal mehr mit dem Hammer, dort mal mehr mit Gefühl. Aber unterm Strich steht immer ein dickes ROCK. Bleibt zu hoffen, dass der Motor nun nicht absäuft, sondern es für sie wirklich mal nach vorn geht. Verdient hätten sie es. Denn „People Have Demons“ ist nichts anderes als ein starkes Rockalbum.

Wertung: (7 / 10)

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