Peals – Peals (2018, Lighthouse Recordings/Soulfood)

Nach dem Dezember kommt… der Neuanfang. Das gilt allgemein fürs Kalenderjahr und im Besonderen für eine Band aus dem Münsterland, genauer aus der DONOTS-Heimatstadt Ibbenbüren. Die Rede ist von den DECEMBER PEALS, die ab sofort unter dem gerafften Namen PEALS weitermachen. Nicht einfach so, sondern gebührend. Will heißen: mit neuem Album. Das teilt den erneuerten Namen seiner Urheber und offeriert elf brandneue Stücke, die sich streckenweise überraschend bedächtig geben. Zumindest im direkten Vergleich mit früheren Outputs des Quartetts.

Über allem steht der Rock. Mal Indie, mal Alternative, doch stets Rock. Nicht mehr so rollend wie in der Vergangenheit und schon gar nicht mehr punkig, dafür mit Verve und Emotion. Stücke wie das eröffnende „Buildings and Savings“ oder „The Tenant“ geben sich entspannt, mit teils hochgeschraubten Gesangslinien, während beim folgenden „Radiation Safe“ Brit-Einflüsse zur Geltung kommen. Lauter wird es beim trefflichen „Missing Brothers“, dessen Refrain lange nachhallt, oder auch „I Never Make Things Right“. Ihnen stehen zurückgenommene, zart melancholische Stücke wie „Only Trouble“, gegenüber.

Das Nebeneinander der Klangfarben ist hier Ausdruck einer sympathischen Unbefangenheit. Gespielt wird, was Spaß bereitet. Bei Platten wie diesen faseln Rezensenten gern von „Reifeprozess“. Kann man machen. Doch ist „Peals“ nicht das Ende einer langen Reise, sondern die konsequente Entwicklung des eigenen Sounds. Und die ist mit dieser Platte sicher nicht abgeschlossen. Wir freuen uns auf mehr – und genießen bis dahin ein Album, das rockt. Einfach so. Oder eben: so einfach.

Wertung: (7,5 / 10)

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