Dave Hause – Resolutions (2011, Paper + Plastick)

dave-hause-resolutionsÜber Umwege schwappt nun auch „Resolutions“ zu uns herüber, welches in Übersee via Paper + Plastick bereits zu Beginn des Jahres veröffentlicht wurde. Im Rahmen der derzeit herumfahrenden Revival Tour ergibt dies Sinn, denn schließlich zählt der THE LOVED ONES-Frontmann dort zu den Protagonisten. Doch mit den Singer/Songwriter-Alben etlicher Kollegen teilt „Resolutions“ gar nicht so viele Gemeinsamkeiten. Denn Dave Hause beschränkt sich nicht allein auf Lagerfeuerromantik und melancholische Hymnen. Mancher Titel könnte durchaus auch von seiner Hauptband stammen.

Der Opener „Time Will Tell“ beginnt ruhig. Die charismatische Stimme des Sängers wird von einem Klavier begleitet, erst nach und nach stimmen weitere Instrumente ein und zum Ende hin bricht Hause fast sogar aus. Schon früh wird deutlich, in „Resolutions“ steckt mehr. „Melanin“ klingt ein bisschen wie THE LOVED ONES, nur ohne den Rotz und mit weniger Tempo. Deren „The Bridge“ muss zwangsläufig fallen, was auch die tollen „Years From Now“ und „Rankers & Rotters“ deutlich belegen. Dazwischen überrascht Hause mit ein paar eher ungewohnten Riffs („Prague (Revive Me)“) oder ruhigen, melancholischen Klängen auf der Gitarre („Heavy Heart“).

In Punkto Abwechslung hat Dave Hause die Erwartungen gewiss übertroffen. Die hier vorgebrachte Leidenschaft durfte man dagegen erwarten. Doch auch das muss man sich erst einmal erarbeiteten. Ein nahezu schnörkelloses, dafür emotionales und auf den Punkt gebrachtes Album mit vielen Wohlfühlmomenten. Danke dafür!

Wertung: (7,5 / 10)

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