Chuck & Larry – Wie Feuer und Flamme (USA 2007)

chuck-und-larryWenn Adam Sandler einen Film macht, kommt selten Subtiles dabei heraus. Ausnahmen gibt es, doch meist kreist der Holzhammer, um im Anschluss in ein moralinsaures Ende zu schliddern. Ähnlich verhält es sich mit „Chuck & Larry“, der das in Hollywood nie enden wollende Thema der Homosexualität zum x-ten male aufgreift. Also ist ein tiefer Griff in die Klischeekiste vorprogrammiert, so zumindest müsste man meinen.

Die New Yorker Feuerwehrleute Larry (Kevin James) und Chuck (Adam Sandler) gehören zu den Besten ihrer Zunft. Während Larry seit Jahren an dem Tod seiner Frau zu knabbern hat, gefällt sich Chuck in der Rolle des notorischen Aufreißers. Um seinen beiden Kindern die Pensionsansprüche sichern zu können, muss Larry jedoch eine neue Beziehung eingehen. Chuck kommt da gerade recht, dem er beim letzten Einsatz das Leben gerettet hat. Beide geben vor, ein eheliches Verhältnis zu führen, ihre Anwältin Alex (Jessica Biel) rät ihnen im festen Glauben ernsthafter Absicht gar, sich in Kanada ehelichen zu lassen. Gesagt getan, fortan tragen beide Eheringe. Dies führt jedoch zu Komplikationen mit ihren männlichen Kollegen, die von dem Betrug nichts wissen, zudem ist ihnen der Schnüffler Clint Fitzer (Steve Buscemi) auf den Fersen, der für die Stadt derartige Betrugsfälle identifiziert.

Nicht das erste Mal ist Dennis Dugan („Happy Gilmore“, „Big Daddy“) für einen Film mit Adam Sandler verantwortlich, insofern darf man als Zuschauer keine allzu großen Überraschungen erwarten. In seinem Ablauf ähnelt „Chuck & Larry“ seinen Vorgängern, allerdings mit ein paar kleinen Ausnahmen. Das Drehbuch öffnet viele kleine Türen, die inhaltlich und dramaturgisch irgendwie mit der eigentlichen Geschichte zusammengebracht werden wollen. Allein aus Zeitgründen ist dies jedoch gar nicht möglich. Dabei hätten gerade die beiden Kinder von Larry bzw. Kevin James mehr Spielraum verdient gehabt. Mit seinen beiden Hauptdarstellern Kevin James („Hitch – Der Date Doktor“) und Adam Sandler („Klick“) hat der Film unbestritten seine beiden komödiantischen Zugpferde. Doch insgesamt lässt sich der Film nicht lumpen und präsentiert eine Fülle von Stars.

Dan Aykroyd („Blues Brothers“), Steve Buscemi („Con Air“), Jessica Biel („Fantastic Four“) oder Richard Chamberlain („Die Dornenvögel”), um nur mal ein paar zu nennen. Als grandios ist jedoch der Auftritt von Ving Rhames („Pulp Fiction“) zu werten, dessen gewohnt ernsthaften Gesichtszüge in der zweiten Hälfte zu einem bislang unbekannten Strahlemann-Grinsen verkommen. „Chuck & Larry“ hat einige wirklich gute und witzige Momente, gleitet häufig aber auch ins Mittelmaß ab. Die Geschichte greift übliche Klischees auf, reitet darauf jedoch nicht herum. Vielmehr ist der Film in seiner Aussage als Pro-Homo einzustufen, als das er pausenlos die üblichen Klischees in verachtenswerter Weise durch den Kakao zieht. Gen Ende ist es aber so wie immer. Man hat über ein paar nette Witze gelacht, alle liegen sich in den Armen und jegliche Streitigkeiten bzw. Amositäten wurden beseitigt. Dennoch anständige Unterhaltung, allerdings ohne große Überraschungen.

Wertung: (5 / 10)

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