Der Kaufhaus Cop (USA 2009)

der-kaufhaus-copNun ist Kevin James also endgültig auf der großen Leinwand angekommen. In seinem ersten Film als alleiniger Hauptdarsteller darf der „King of Queens“-Star nun sein Talent zeigen. Solches hat er sicherlich, mehr aber noch einen kaum zu erschütternden Sympathiebonus. Das kommt seinem „Der Kaufhaus Cop“ ganz bestimmt zugute, der unter der Fittiche von „Happy Maddison Production“ entstanden ist, der Produktionsfirma von Adam Sandler. Regie führte Steve Carr, der bei einigen der jüngeren Eddie Murphy-Filme auf dem Direktionsstuhl saß. Spätestens jetzt sollten wirklich keine Fragen mehr über den Unterhaltungswert von „Der Kaufhaus Cop“ aufkommen.

Kevin James spielt Paul Blart, einen Wachmann in einem großen Einkaufszentrum. Dessen Wunsch war es eigentlich, Polizist zu werden, doch eine Krankheit hinderte ihn daran. Denn wenn – Achtung Witz! – Paul längere Zeit nichts Süßes in die Finger bekommt, dann erleidet er einen Schwächeanfall. So auch bei der Aufnahmeprüfung der örtlichen Polizei. Eine Freundin hat Paul natürlich auch nicht, dafür eine liebenswerte Tochter (Raini Rodriguez) und eine noch liebenswertere Mutter (Shirley Knight), die allesamt unter einem Dach leben. Als zur Weihnachtszeit das Kaufhaus von ein paar Ganoven überfallen wird und in der hiesigen Bank Geiseln genommen werden – darunter auch Pauls heimliche Liebe Amy (Jayma Mays) –, ist die Stunde des Wachmannes gekommen, der nun der ganzen Welt beweisen will, was in ihm steckt.

Mit Kevin James („Chuck & Larry“) steht und fällt „Der Kaufhaus Cop“. Erwähnenswert ist kein anderer der Darsteller. Blass, unauffällig, talentfrei, alles ist dabei. Alles wurde einzig auf Kevin James abgestimmt. Eine Bürde, für die der Allround-Komiker nicht mal groß in Form sein muss. Den leichten Trottel vom Dienst markiert er ohne große Anstrengungen, seit Jahren macht er das schon erfolgreich in „King of Queens“. Und genauso amüsant wie drei Folgen der Serie am Stück ist auch dieser Film. Zwischendurch hat man immer wieder was zum lachen und dieser dicke Mann wirkt auch so lustig, doch irgendwie kommt auch nicht viel mehr dabei herum. Manche Gags sitzen, gar keine Frage, aber alles wirkt unterm Strich doch sehr harmlos.

In Anlehnung an „Stirb langsam“ und „Rambo“ gibt der Film im Schlussdrittel etwas mehr Gas. Doch auch schon im Vorfeld gibt es etliche nette Szenen aus dem Arbeitsalltag des Paul Bartlett, der auf seinem Elektro-Scooter über Recht und Unrecht in der Shopping Mall wacht. Später dann schaltet er einen seiner Gegenspieler nach dem anderen aus, John Rambo lässt grüßen. In diesen Momenten vergisst man das Nichts an Handlung oder manch überflüssigen Akteur gern. Der Erfolg gibt vor allem aber Kevin James recht, denn in der Summe kann er auch ohne namhafte Unterstützung einen dreistelligen Betrag an den Kassen einspielen. Das sei ihm gegönnt, wenngleich der Film ohne seinen Helden nicht mal die Hälfte wert wäre.

Wertung: (6 / 10)

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