Black Swarm (CDN 2007)

black-swarmDer Tier-Horror ist, von wenigen erfreulichen Ausnahmen abgesehen, fest in der Hand der TV- und Videoproduktionen. Öl in dieses Feuer der Belanglosigkeit gießt gegenwärtig vor allem die Produktionsfirma RHI Entertainment, die für den amerikanischen Sci Fi Channel, mittlerweile in Syfy umbenannt, gleich 18 (!) solcher Genrefilme unter der Überschrift „Maneater Series“ drehen ließ. Neben Gorillas („Blood Monkey“), Haien („Shark Swarm“), einem Riesenkraken („Eye of the Beast“) oder sogar dem Yeti („Yeti“) treiben auch die Killerinsekten wieder ihr Unwesen.

In „Black Swarm“ ist es ein Schwarm genetisch veränderter Wespen, der außer Kontrolle gerät und über die Einwohner einer US-Kleinstadt herfällt. Die Opfer verhalten sich zunehmend sonderbar, wirken apathisch und wanken orientierungslos umher. Dabei dienen sie als menschliche Drohnen in Wahrheit dem Schutz der Königin. Die Enträtselung der Hintergründe fällt Polizistin Jane Kozik (Sarah Allen, „Das geheime Fenster“) zu, die mit ihrer zehnjährigen Tochter gerade in die alte Heimat zurückgekehrt ist.

Dort begegnet sie Kammerjäger Devin Hall (Sebastien Roberts, „One Way“) wieder, ihrer Jugendliebe, mit dessen Jahre zuvor bei einer Wespenattacke getöteten Zwillingsbruder sie verheiratet war. Für dramatische Verstrickungen ist also gesorgt. Auch dank der Insektologin Katherine Randell (Jane Heitmeyer, „Snake King“), die ein Auge auf Devin geworfen zu haben scheint, ihre wahre Identität jedoch verbirgt. Der Schlüssel allerdings ist Imker Eli („Nightmare on Elm Street“-Schlitzer Robert Englund), der dem Mythos des Mad Scientists ausnahmsweise ein paar sympathische Nuancen verleihen darf.

Das von David Winning („Swamp Devil“) solide in Szene gesetzte Grauen schält sich nur langsam aus dem provinziellen Idyll. Diese relative Drosselung von Tempo und Spannung fällt aber nicht zwingend negativ ins Gewicht, da sowohl die Darsteller als auch die Effekte deutlich über dem Durchschnitt ähnlich gearteter Produktionen liegen. Dass „Black Swarm“ trotzdem nicht vollends überzeugen kann, bleibt der mangelnden Ausformulierung eigener Impulse geschuldet. Aus den zombiefizierten menschlichen Wächtern schlägt der Film kaum Kapital und weicht im beliebigen Finale nur noch auf gängige Klischees aus. Unter all den lausigen Beiträgen zum Tier-Horror dennoch einer der besseren.

Wertung: (5 / 10)

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