Antillectual – Testimony (2008, Fond of Life Records)

antillectual-testimonyMit „Testimony“ veröffentlicht das niederländische Trio ANTILLECTUAL sein zweites Album. In Eigenregie aufgenommen, erscheint dieses aber über mehrere kleinere europäische Label auch in anderen Ländern. Hier in Deutschland hat sich Fond of Life den Jungs angenommen. ANTILLECTUAL sind grob dem Punkrock zuzuordnen, aber auch dem Hardcore mitunter nicht abgeneigt. Das wird wie im Opener und Albumtitel „Testimony“ wild gemixt und erinnert durchaus an eine Band wie PROPAGANDHI.

„Sponsorship for Life“ wiederum ist eine melodischere Nummer, man könnte fast von Melo-Core-Gefilden sprechen. Dafür ist der Gesang jedoch wüster, gerade im Schlussdrittel geben die Jungs gehörig Gas. Vor allem der wechselhafte Gesang zum Ende hin erinnert ein bisschen an HOT WATER MUSIC auf schnell gedreht. Richtig nach vorn geht wieder das schnelle und wüste „Friendly Fire“, während „I Hate Myself When I Shave Myself“ eine nette ruhigere Nummer ist.

Textlich zeigen sich ANTILLECTUAL kritisch. Politische und soziale Missstände werden thematisiert, zu den Songs gibt es Liner Notes im prall gefüllten Booklet. Musikalisch bieten ANTILLECTUAL nicht unbedingt etwas neues, aber ihr Mix aus Härte und Melodie hinterlässt Spuren, die größten definitiv bei „Benefit the Doubt“, dem insgesamt prägnantesten Song des Albums. Freunde und Fans von schnellerem, leicht Hardcore beeinflussten Punkrock á la PROPAGANDHI sollten hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren. Von den Jungs wird man sicherlich noch hören.

Wertung: (7 / 10)

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