1997 – On the Run (2008, Victory Records)

1997-on-the-runMit ihrem Debüt „…A Better View of the Rising Moon“ positionierten sich 1997 als potentielle Nachfolger von THE ANNIVERSARY. Ein Jahr später ist alles beim Alten und doch nichts wie zuvor. Kreative Differenzen führten zu Besetzungswechseln, denen unter anderem Keyboarderin und Sängerin Kerri Mack erlag. Mit dem Ersatz kam die Veränderung. Wie bei so vielen Bands vor ihnen. Dies jugendliche Element, das sie federleicht durch ihr unbekümmertes erstes Album führte, gehört der Vergangenheit an. Ihre Musik ist anders, irgendwie erwachsener, mit weniger Bauch und mehr Kopf.

Ein wenig nähern sie sich damit den Victory-Labelkollegen von STRAYLIGHT RUN an. Auch weil sie nun mehr auf die musikalisch erzeugten Gefühle setzen und nicht vorrangig die Stimmen wirken lassen. Der Rock tritt dabei in den Hintergrund, das heißt, eigentlich verteilt er sich gleichmäßiger über die Songs. Die männlich-weiblichen Gesangswechsel sorgen für die liebgewonnene Harmonie, beizeiten wieder für eine Art dialogische Interaktion. Wie bei „4 am Conversations“, dem vielleicht stärksten Beitrag der Platte. Auf der gibt es also eine modifizierte Variante von 1997 zu erleben. Zwingend besser ist sie nicht, dafür jedoch gereift genug, um mit ihrem Publikum zu wachsen.

Wertung: (7 / 10)

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