Whatever It Takes – Deathblow (2016, Beatdown Hardwear)

whatever-it-takes-deathblowWieder Beatdown Hardwear, wieder ballernder Hardcore. Diesmal von WHATEVER IT TAKES, die kompromiss- wie schnörkellos ihr Ding durchziehen und dabei keine Gefangenen machen. Klingt abgedroschen? Unbedingt, aber wie die vorangegangen bemühten Phrasen gibt sich auch „Deathblow“, der Label-Einstand der Belgier, in hohem Maße kalkulierbar. Nun ist das, gerade im Hardcore, kein Schwachpunkt. Um Abwechslungsreichtum geht es – wenn überhaupt – nur peripher, stattdessen sollen musikalisch mit möglichst großem Nachdruck zentnerschwere Eier präsentiert und die Stimmgewalt der gesellschaftlich ausgestoßenen zelebriert werden.

Das funktioniert technisch ansprechend und erfüllt, dank des wechselfreudigen Tempos, ein Mindestmaß an Vielseitigkeit. Die unter anderem aus Mitgliedern von ONE FALSE MOVE, DIE MY DEMON und OUTCAST bestehende Brachial-Kapelle hat mit Metal-Einschlag, Beatdown-Anflügen und heiserem Brüllgesang bewährte Versatzstücke auf ihrer Seite, schreckt aber auch vor punktierten melodischen Einschüben nicht zurück. In der Hauptsache aber regiert die Brechstange, die etwa beim Titeltrack, dem auf die metallische Tube drückenden „Teddybear Bastard“, dem sich allmählich zuspitzenden „Mainstream Dog“ oder dem rasanten „Champagner Whore“ genug Pit-Karatekas zum munteren Roundhouse-Kick anspornen dürfte. Feinsinn geht definitiv anders, wer aber nur den zünftigen Nackenschlag verlangt, wird hier adäquat abgefertigt.

Wertung: (6,5 / 10)

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