Walk the Plank / No Fun / Such Gold / Harker – Great Thieves Escape II (2016, Flix Records/No Panic! Records)

walk-the-plank-no-fun-such-gold-harker-great-thieves-escape-IIFortsetzungen gibt es nicht nur im Film. Wenn ein Konzept funktioniert, dann wird es fortgeführt – egal wo, egal in welchem Bereich. Das gilt auch für „Great Thieves Escape“, eine 4-Way-Split, für die Flix Records bei der 2015er-Erstausgabe GET DEAD, THE UPRISING, TOYGUITAR und LOST IN SOCIETY gewinnen konnte. In Kooperation mit No Panic! Records legt das Label nun nach und versieht den Titel in bester Hollywood-Manier mit einer römischen II. Für die Ausgestaltung der 7″ sind mit je einem Song diesmal WALK THE PLANK, NO FUN, SUCH GOLD und HARKER verantwortlich.

Die beiden US-amerikanischen Vertreter, WALK THE PLANK und SUCH GOLD, schlagen grundlegend in eine ähnlich Kerbe: Geboten wird Punk mit spürbarer Verwurzelung im Hardcore. Während die aus Washington DC stammenden Erstgenannten bei „Dying on the Vine“ das Stimmungsbild aber vor allem durch den rauen Gesang (und den gen Ende aufkeimenden Hymnencharakter) prägen, ist es bei SUCH GOLD und „Choosing Cages“ einmal mehr die melodische Vielseitigkeit samt variablem Tempo, die das Gespann aus Rochester, New York, eindrucksvoll in die Nähe von PROPAGANDHI rückt. Ein echter Hammer!

NO FUN aus Nürnberg und Berlin bieten mit „Cheesecake“ eine garagige Female-Fronted-Punk-Nummer, die amtlichen Vorwärtsdrall entwickelt und doch angenehm melodisch bleibt. Abzüge in der Haltungsnote gibt es einzig durch den bisweilen etwas kreischigen Gesang. HARKER aus Großbritannien versehen ihren Punk-Hit „Sometimes Dead is Better“ mit Akustikgitarre und dezent folkigem Einschlag. Das weckt zarte Erinnerungen an THE LOVED ONES und macht – wie eigentlich alle Beiträge – spürbar Lust auf mehr. Eine weitere Fortsetzung ist daher definitiv erbeten!

Wertung: (7 / 10)

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