Thrill to Kill (USA 2013)

thrill-to-killWarum nicht mal wieder eine Mogelpackung? Auf dem Cover von „Thrill to Kill“ sind in üppiger Größe die Action-Haudegen Dolph Lundgren („Universal Soldier“) und Vinnie Jones („Die Todeskandidaten“) abgebildet. Die allerdings bekleiden in Giorgio Serafinis (drehte mit Lundgren und Jones in einem Rutsch auch „Blood of Redemption“ und „Lethal Punisher“) grottigem Gangster-Thriller nur Nebenrollen. Die Hauptparts gingen an die überschaubar charismatischen Daniel Bonjour („Midnight Movie“) und Gianni Capaldi (ebenfalls in „Blood of Redemption“ mit von der Partie), die als Nachtclubbesitzer und aufstrebende Drogendealer eine Spirale der Gewalt entfesseln.

In Los Angeles betreiben Frank (Bonjour) und Eddie (Capaldi) einen Strip-Club und haben ihre Finger auch in kleineren Drogengeschäften. Doch die Ambition ist groß und so tötet Frank zwei Gefolgsmänner der brutalen Unterweltgröße Vincent Camastra (Jones), um an eine beträchtliche Menge Kokain zu gelangen. Mit List erschleichen sie sich das Vertrauen des Mobsters und verschieben bald im großen Stil Rauschgift. Drogenfahnder Maxwell (Lundgren) ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen und auch der korrupte Cop Jack Reily (Lundgrens „Expendables“-Kollege Randy Couture) sorgt für Probleme. Als Frank aussteigen will, um mit Freundin Ashley (Cinthya Carmona) ein bürgerliches Leben zu führen, holen ihn die Konsequenzen seines Handelns mit aller Gewalt ein.

Billige Kellerkulissen, gestellte Coolness und ein zum Heulen schlechtes Drehbuch machen den alternativ „Ambushed“ oder „Rush“ betitelten Streifen zur echten Geduldsprobe. Langatmig ausgebreitet und inszenatorisch trotz des bemühten Einsatzes von Farbfiltern und Split-Screens kaum über C-Niveau, rechtfertigt sporadisches Blutvergießen zwar die Erwachsenenfreigabe, täuscht aber zu keiner Zeit über die umfassend klägliche Variation altbewährter Klischees hinweg. Die namhaften Zugpferde (Lundgren und Couture bekamen auch eine Nennung als Produzent spendiert) schlafwandeln routiniert durch ihre Rollen, wobei Couture als „Bad Lieutenant“-Ersatz noch die beste Figur macht. Die Actioneinlagen aber sind lieblos heruntergekurbelt und Franks betont tiefschürfende Off-Kommentare nerven. Denn zur Identifikationsfigur taugt er bereits aufgrund der offenbarten Kaltblütigkeit nicht. Ein durch und durch mieses Schmalspur-Filmwerk.

Wertung: (2 / 10)

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