Blood of Redemption – Vendetta (USA 2013)

blood-of-redemption„Brothers for life is a relative term.“ – Quinn

Bei einer solch namhaften Besetzung darf im B-Action-Metier eigentlich nichts schiefgehen: Dolph Lundgren, der Mann mit der Ausdruckskraft eines IKEA-Regals, agiert in „Blood of Redemption – Vendetta“ an der Seite von Ex-Fußballprofi Vinnie Jones, Billy Zane („Sniper – Der Scharfschütze“) und Robert Davi („Maniac Cop 2“). Doch es geht schief. Alles. Um das zu belegen, genügt ein Blick auf den Verantwortlichen hinter dem Low-Budget-Thriller. Regie nämlich führte Giorgio Serafini, der mit Lundgren, Jones sowie Produzent/Schauspieler Gianni Capaldi Back to Back gleich drei qualitätslose Fließbandfilme drehte. Neben diesem sind das „Thrill to Kill“ und „Lethal Punisher“. Zwar spielt Lundgren diesmal die erste (Arsch-)Geige, deutlich besser wird das Gesamtwerk darüber allerdings kaum.

Der Mix aus amateurhaften Schießereien und Kulissen, die jeder Pornoproduktion peinlich wären, dreht sich um das Gangstersyndikat der Grimaldis. Oder besser: deren Scherben. Denn der alternde Mobster an der Spitze will die Familie in legale Fahrwasser führen. Kurz darauf ist er tot. Sein ältester Sohn Quinn (Zane) wird hintergangen und landet im Knast. Profiteure sind Geschäftsmann Hayden (Davi) und Neffe Campbell (Jones), die mit dem Imperium auch die Macht übernehmen. Ratlos zurück bleiben Quinns beim FBI tätiger Bruder Kurt (Capaldi) und Axel (Lundgren), Sicherheitschef der Grimaldis. Nach Quinns Entlassung sorgt er für den Gegenschlag, um den Schuldigen des Umsturzes ausfindig zu machen.

Die Antwort, wer die Intrige denn nun orchestriert hat, bietet keine Überraschung. Wie der Film insgesamt, in dem die (ähm) Stars solide Schattenspielen und der Plot mit einleitender Figurenfülle Komplexität vorgaukelt, wo keine ist. Die mit müden (und hochgradig überflüssigen) Off-Kommentaren Lundgrens angereicherte Action-Soap gibt sich ambitioniert, kann angesichts der fehlenden Klasse aber nirgends punkten. Serafini baut auf zweckfremde Zeitlupen und holt sich bei den statischen Schusswechseln Unterstützung aus dem Computer. Ganz ohne Unterhaltungswert ist „Blood of Redemption“ nicht. Jedoch ist es eher wie bei einem Unfall, von dem man den Blick nicht abwenden kann. So bleibt es bei handwerklich ungelenkem und bemüht tiefgreifendem Gangster-Gedöns, das keinen Mehrwert bietet, immerhin aber einen Tick besser daherkommt als der unterirdische „Thrill to Kill“. Als berauschende Leistung geht das kaum durch.

Wertung: (2,5 / 10)

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