The Smith Street Band – Throw Me In The River (2014, Uncle-M)

smithstreetriverMit „Don´t Fuck With Our Dreams“ setzten THE SMITH STREET BAND vor ein paar Monaten ein deutliches Ausrufezeichen. Dabei hatte man zuvor bereits zwei Alben veröffentlicht, bevor sie hierzulande mit der genannten EP die Bildfläche betraten. Das Quartett klang darauf so, als wären sie der letzten australischen Hinterhofkneipe entsprungen. Eine herrlich unbekümmerte Mischung aus Punk, Rock und ein paar folkigen Elementen. Und natürlich mit dem launisch nöligen Gesang von Sänger Wil Wagner, dessen Akzent dem Hörer mit jeder Silbe ins Gesicht springt.

Musikalisch hat sich gegenüber der EP kaum etwas verändert. Wieder packen einen die Australier an den sprichwörtlichen Eiern. Weghören geht kaum, denn die Leidenschaft und Energie des Quartetts ist einnehmend genug. Bei “I Don´t Wanna Die Anymore” singt sich Wagner quasi in einen Rausch. Das nicht jeder Ton getroffen wird, gerät zur Nebensache. Denn auch das macht diese Band so authentisch und sympathisch. Ein paar offensichtlichere Hits hat die Band mit “Something I Can Hold In My Hand” oder “Surrender” natürlich in der Hinterhand.

Doch sind es eher die kleinen Überraschungen an anderer Stelle, die das Album letztlich zu dem machen, was es ist. Nämlich ein richtig gutes Album, welches Grenzen auslotet und auch mal überschreitet. Hier ist keine perfekt aufeinander abgestimmte Instrumentalisierung zu hören, stattdessen aber pure Leidenschaft und der Geist von kleinen intimen Konzerten, bei denen der Schweiß von der Decke tropft. Das gewisse Etwas ist ihnen damit sicher. Punkt.

Wertung: (8 / 10)

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