The Saddest Landscape – After the Lights (2012, Topshelf Records)

the-saddest-landscape-after-the-lightsLeiden für Fortgeschrittene. Heute mit THE SADDEST LANDSCAPE, die sich auf „After the Lights“ den eher gemütsschweren Facetten des Daseins zuwenden. Auf Topshelf Records sind sie – unter anderem als Label-Kollegen von PIANOS BECOME THE TEETH – damit ausgezeichnet aufgehoben. Dabei werden Verzweiflung und Wut einmal mehr bemüht herzzerreißend herausgebrüllt. Nachdem sich der Screamo allmählich vom Muff des Emo-Core befreit hat, feiert er im modernen (Post-)Hardcore seine verdiente Wiederauferstehung. Nach mehrjähriger Schaffenspause profitieren davon auch die Bostoner.

Geprägt sind die sieben Songs ihres vierten Albums von nuanciert ins chaotische driftenden Melodien und (allen voran) dem markant zittrigen Organ Andy Maddox‘. Hinter ihm tritt die Instrumentierung bald zurück. Melancholische Gitarren- und Basslinien, begleitet von treibendem Drumming sind das eine. Aber die vokalen Gefühlsausbrüche überschatten den musikalischen Rest doch offenkundig. Man mag das im Detail als Schwäche abtun. Doch sind die Tracks abseits einer dezenten Überraschungslosigkeit (das finale „Desperate Vespers“ ausgeklammert) von durchweg hoher Güte. Schade ist da letztlich nur, dass dieser hochklassige Leidensweg nach rund 24 Minuten bereits zu Ende ist.

Wertung: (7,5 / 10)

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